Fußball: Bezirksliga 8.
Sieben auf einen Streich – Union Lüdinghausen rüstet auf

Lüdinghausen -

Union Lüdinghausen rüstet auf. Gleich sieben Neuzugänge benannte der sportliche Leiter der Schwarz-Roten, Daniel Schürmann, am Donnerstag. Eine Verpflichtung, die von Muhamed Demir, ist durchaus pikant.

Donnerstag, 25.04.2019, 21:55 Uhr aktualisiert: 25.04.2019, 22:50 Uhr
Hand drauf: Muhamed Demir (M.) heuert im Sommer am Westfalenring an. Die Freude darüber steht Co-Trainer Ingo Witschenbach und Daniel Schürmann (r.) ins Gesicht geschrieben.
Hand drauf: Muhamed Demir (M.) heuert im Sommer am Westfalenring an. Die Freude darüber steht Co-Trainer Ingo Witschenbach und Daniel Schürmann (r.) ins Gesicht geschrieben. Foto: flo

Gut möglich, dass Kunibert Gerij und Daniel Schürmann in diesem Leben keine Freunde mehr werden. Wie berichtet, hatte der Vorsitzende von Westfalia Vinnum – sehr zu Schürmanns Verdruss – dem inzwischen zu Union Lüdinghausen zurückgekehrten Sven Görlich die Freigabe verweigert. Und nun die nächste pikante Personalie: Im Sommer folgt Muhamed Demir dem Angreifer an den Westfalenring.

Rein sportliche Gründe

Selbstverständlich sei die Verpflichtung des Defensiv-Allrounders keine Retourkutsche, beteuert der sportliche Leiter der Schwarz-Roten. Allein fußballerische Gründe hätten sein Interesse geweckt. Demir ist ein hochinteressanter Mann. Trotz seiner erst 23 Jahre hat der gebürtige Dattelner 60 Oberligapartien für die Spielvereinigung Erkenschwick, den SV Zweckel und den SC Hassel bestritten. Nach einer krankheitsbedingten Pause hatte sich Demir erst im Winter den Vinnumern angeschlossen, nun zieht es ihn weiter zum benachbarten Bezirksligisten.

Wieso ausgerechnet dorthin? „Es gab Angebote aus höheren Ligen. Und klar will ich da irgendwann noch mal hin. Aber erst, wenn ich bei 100 Prozent bin. Außerdem hat mir die Ansprache des Trainerteams gefallen.“ Stärken? Zweikampfführung und Spielaufbau, findet Demir. Schwächen? „Zu heißblütig“ sei er bisweilen, räumt der Noch-Vinnumer ein. Wobei das sogar ein Vorteil sei, meint Schürmann: „Gerade die Jungen brauchen einen, der ihnen auch mal in den Hintern tritt.“.

Demir ist beileibe nicht der einzige Neuzugang. Nach einjährigem Intermezzo beim Ligarivalen BV Brambauer kehrt Ex-Kapitän Patrick Voll (Schürmann: „ein Top-Typ“) zu Union zurück – in Begleitung des Borkers Leon Westrup. Der 22-jährige Mittelfeldspieler kam beim BVB – wie Voll – nicht so zum Zuge, wie sich das beide erhofft hatten. Von A-Ligist TuS Ascheberg kommt der vielseitig verwendbare Florian Zahlten – „einer, der voranmarschiert“, freut sich Schürmann. Noch dazu einer mit Union-Vergangenheit, sechs Jahre kickte Zahlten in der Jugend für die Steverstädter.

Ex-Kapitän wieder an Bord

Apropos Jugend: Gleich drei Eigengewächse – Torsteher Jakob Simm, Goalgetter Iliya Topalov und Julius Schwenken – zählen ebenfalls zum erweiterten Kader. Macht zusammen sieben Verstärkungen. Nummer acht – ein hoch veranlagter Nachwuchsmann mit Bundesligavergangenheit – sei im Grunde ebenfalls fix, so Schürmann, wolle seinen Noch-Trainer aber zunächst persönlich über den bevorstehenden Weggang informieren. Im Übrigen hätten alle Neuen ihre Zusage unabhängig davon gegeben, in welcher Spielklasse es für den abstiegsbedrohten Klub 2019/20 weitergeht.

Und wie viele unzufriedene Lüdinghauser verlassen im Gegenzug im Sommer den Ring? „Nicht ein einziger“, frohlockt der sportliche Leiter. Zwar gebe es zwei Wackelkandidaten, Leistungsträger der eine wie der andere. Bei beiden seien aber ausschließlich berufliche Gründe ausschlaggebend für einen etwaigen Abschied.

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