Volleyball: Ende einer Ära
Suha Yaglioglu: Der Ewig-Coach verlässt den ASV

Senden -

In Senden geht eine Ära zu Ende. 21 Jahre lang betreute Suha Yaglioglu die Volleyballerinnen des ASV mitsamt Nachwuchs. Nun verlässt er den Sportpark. Wer den Drittliga-Absteiger künftig trainieren wird, steht noch nicht fest.

Mittwoch, 15.05.2019, 19:00 Uhr
Eine von vielen Momentaufnahmen aus der 21-jährigen Amtszeit des ASV-Trainers: Suha Yaglioglu vor der Meistersaison 2014/15 mit den damaligen Neuzugängen Tina Stoll (v.l.), Alexandra Köhler, Laura Funk und Tanja Policnic.
Eine von vielen Momentaufnahmen aus der 21-jährigen Amtszeit des ASV-Trainers: Suha Yaglioglu vor der Meistersaison 2014/15 mit den damaligen Neuzugängen Tina Stoll (v.l.), Alexandra Köhler, Laura Funk und Tanja Policnic. Foto: chrb

Er wolle den Rekord des Trainerkollegen Alex Ferguson brechen, sagte Suha Yaglioglu den Westfälischen Nachrichten einmal im Scherz. Das war Anfang 2012. Der Sendener Volleyballtrainer war damals 13,5 Jahre Coach der ASV-Frauen, Ferguson seit einem Vierteljahrhundert Trainer bei Manchester United .

Der Schotte ist beim Erstligisten aus Nordengland inzwischen Geschichte – oder besser gesagt, eine Legende. Genauso wie Yaglioglu in Senden: Eine Legende war der langjährige Frauentrainer schon lange, allerdings eine amtierende. Damit ist es jetzt vorbei. Der Hammer verlässt den ASV. Den Rekord seines Trainerkollegen Ferguson konnte er nicht einstellen. „Nur“ 21 Jahre lang hatte er die ASV-Volleyballerinnen unter seinen Fittichen.

Der Nachfolger beim Drittliga-Absteiger steht noch nicht fest. „Wir haben zwei, drei Kandidaten“, sagt Jürgen Urban , Chef der Sendener Volleyballabteilung. „Wir wollen die Nachfolge bis spätestens zu den Sommerferien geklärt haben.“

Das ist ein sehr, sehr großer Verlust. Suha ist so ohne Weiteres nicht zu ersetzen.

Jürgen Urban, Volleyball-Abteilungsleiter beim ASV Senden

Eines ist aber jetzt schon sicher: Der oder die Neue wird Schuhe in Übergröße vorfinden. Oder, um es mit den Worten von Urban über Yaglioglu zu sagen: „Das ist ein sehr, sehr großer Verlust. Suha ist so ohne Weiteres nicht zu ersetzen. Er hat die ganze Zeit nicht nur die erste Mannschaft, sondern auch den Nachwuchs betreut. Er ist ein sehr guter Trainer, der auch gut mit Kindern umgehen konnte und wusste, wie er sie fördern konnte.“

1998 hatte der inzwischen verstorbene ASV-Funktionär Gerd Büdenbender den ehemaligen türkischen Nationalspieler vom Nachbarverein Union Lüdinghausen nach Senden gelotst. Dort ging es dann für die ASV-Frauen im Laufe der Jahre Stück für Stück immer weiter nach oben. Der größte Erfolg für sie und Trainer Yaglioglu war der Aufstieg in die dritte Liga am Ende der Saison 2014/15. Nach vier Jahren ging es für den ASV nun wieder runter, in der nächsten Saison wird er in der Regionalliga aufschlagen.

Yaglioglu habe den Verein auch nach dem Abstieg weiter betreuen wollen, betont Urban. Dann aber hätten fast alle Spielerinnen des bisherigen Kaders ihren Weggang angekündigt. Die einzigen Ausnahmen seien – voraussichtlich – Melina Laubrock und Felice-Lyn Lethaus. Der langjährige Coach hätte das Team also noch einmal vollständig neu aufbauen müssen. Das habe Yaglioglu nach 21 Jahren dann doch zum Rücktritt veranlasst, so Urban. „Er sei in Gesprächen mit anderen Vereinen“, habe Yaglioglu ihm gesagt

Ob der Hammer, der in Senden noch ein Sportfachgeschäft betreibt, nun tatsächlich einen neuen Verein gefunden habe, wisse er nicht, so der Abteilungsvorsitzende. Yaglioglu selbst war für eine Stellungnahme am Mittwoch nicht zu erreichen.

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