Reiten: Turnier des RV Lüdinghausen
Da wächst Gras drunter – Reitturnier des RV Lüdinghausen fast einzigartig

Lüdinghausen -

Am Donnerstag beginnt das Frühjahrsturnier des RV Lüdinghausen. Geritten wird – das kennt man ja sonst nur aus Aachen und Hamburg – auf Rasen. Es gibt aber noch weitere Besonderheiten an den drei Turniertagen in der Bauerschaft Elvert.

Montag, 27.05.2019, 19:00 Uhr
Gewannen im Vorjahr das M*-Springen in Elvert: Florian Karns (RV Seppenrade) und London’s La Vie.
Gewannen im Vorjahr das M*-Springen in Elvert: Florian Karns (RV Seppenrade) und London’s La Vie. Foto: chrb

Alle reden vom Wetter. Auch und gerade die Verantwortlichen des RV Lüdinghausen, die in diesen Tagen das Frühjahrsturnier vorbereiten, das – wie immer – an Christi Himmelfahrt (30. Mai) beginnt und am Wochenende fortgesetzt wird. Warum der bange Blick von RV-Chef Albert Pernhorst immer wieder gen Himmel geht, ist klar. In Elvert wird – ziemlich einzigartig in der Region – auf Rasen geritten. Und der verträgt nun mal keine endlosen Wassermassen. Wobei: 2018, als es am Schlusstag furchtbar plästerte, sprangen die Teilnehmer, auf eigenes Risiko, bis zum Ende.

1800 Starts

Erfreulich ist das Nennergebnis. Auf 1800 Starts – 200 mehr als im Vorjahr – kommen die Veranstalter. Eine weitere Besonderheit: In Lüdinghausen kommen sowohl Berufs- als auch Nachwuchsreiter auf ihre Kosten. Letztere liegen Pernhorst besonders am Herzen: „Die Profis können an jedem Wochenende zwischen mehreren Veranstaltungen wählen. Aber gerade unsere Jüngsten wollen auch mal ihr Können vor Publikum zeigen, diese Bühne geben wir ihnen.“

Zu den Highlights zählt laut Pernhorst zum Beispiel das Präzisionsspringen an Tag eins (13.15 Uhr) im Rahmen der ifm-Nachwuchs-Champions-Tour. Dort geht es darum, in einer vorgegebenen Zeit das Ziel zu erreichen. Oder die A*- und die L*-Dressur am Samstag ab 14.45 Uhr, gleichzeitig die Quali zum DFZ-Friesenpferde-Cup. Die wuchtigen Tiere seien nicht jedermanns Sache, so Pernhorst, ein Hingucker sind sie allemal. Einer der sportlichen Höhepunkte ist das M*-Springen um den Preis der WN gleichentags, 16.45 Uhr.

Ganz besonders freut sich der Turnierleiter, selbst ein ehemaliger Buschreiter, auf das Jagdspringen mit festen Hindernissen, das die dreitägige Veranstaltung beschließt (Sonntag, 16.15 Uhr). Top-Favorit sind wie immer Joachim Raguse vom RV Herbern (quasi der Erfinder dieses Formats) und Mozart.  

WN-Springpokal

Reiten ist ja an sich ein Individualsport. Trotzdem stehen die Mannschaftswettbewerbe „bei den Sportlern hoch im Kurs“, weiß Albert Pernhorst. Zumindest gilt das uneingeschränkt für das Team des RV Lüdinghausen, das sowohl 2017 als auch 2018 die Serie um den WN-Springpokal gewann. „Die Freude ist umso größer, wenn man sie mit anderen teilt“, hat der Turnierchef in den Vorjahren festgestellt. Geritten wird auf A**- Niveau, los geht’s – das ist längst guter Brauch – beim Turnier in Elvert (Samstag, 18 Uhr). Weitere Stationen sind Seppenrade, Ascheberg, Drensteinfurt und Senden.

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