Motorsport: Grasbahnrennen
Sehnsuchtsort Siegertreppchen – Christian Hülshorst will es endlich wissen

Lüdinghausen -

Christian Hülshorst (AMSC Lüdinghausen) hat schon bei vielen großen Rennen auf dem Podest gestanden, nur eben noch nie beim Heimrennen an Christi Himmelfahrt (30. Mai) auf dem Westfalenring. Auch diesmal ist die Konkurrenz groß.

Dienstag, 28.05.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 28.05.2019, 20:01 Uhr
Rad an Rad beim Heimspiel auf dem Westfalenring-Oval: Christian Hülshorst (r.) und Jens Benneker.
Rad an Rad beim Heimspiel auf dem Westfalenring-Oval: Christian Hülshorst (r.) und Jens Benneker. Foto: mib

Vor zwölf Monaten brauchte Christian Hülshorst ( AMSC Lüdinghausen) ziemlich viel Trost. Selten war er seinem Ziel, endlich mal beim Heimrennen das Podium zu erklimmen, so nahe gekommen. „Bis zum Finale hatte wirklich alles gepasst. Deshalb war ja der Frust nachher umso größer“, erinnert sich der Lokalmatador. Trainingsschnellster, Sieg im Sonderwettbewerb um den Bahnwettbewerb, Top-Platzierungen in sämtlichen Läufen. Der Lokalmatador: on fire. Dann der Endlauf: Erst stürzte der Routinier, dann musste er runter vom Bock, um einen Crash zu verhindern. Ein technischer Defekt machte schließlich alle Hoffnung auf Gold, Silber oder Bronze zunichte. Platz sechs, nicht ganz das, was Hülshorst sich vorgestellt hatte.

Stammgast seit 1995

Seit 1995 ist „Hülse“ Stammgast auf dem 1000-Meter-Oval am Westfalenring. In jungen Jahren hat er das Rennen, das am morgigen Vatertag (30. Mai) bereits zum 80. Mal steigt, mehrfach gewonnen. Aber eben „nur“ in der B-Klasse, dort, wo sich die Talente tummeln. In der Königsklasse der internationalen Solisten jagt der Lüdinghauser, der so häufig schon bei großen Rennen erste, zweite und dritte Ränge belegt hat, dem Platz auf dem Siegerpodest bis heute hinterher. Vierter war er mal vor eigenem Publikum, tolle Leistung, aber eben doch nur die Holzmedaille.

Tausende Fans

Wer die Sehnsucht des 41-Jährigen, endlich mal vor der Haustüre zu triumphieren, nachempfinden will, sollte sich am Vatertag auf in die Steverstadt machen. Klar, mit Tempo 170 über die Geraden driften, das gibt es auch andernorts. Aber die vielen Zuschauer am Ring – erwartet werden 7000 und mehr –, das Ambiente, Stars zum Anfassen: All das macht das Event an Christi Himmelfahrt zu einem besonderen Termin im Rennkalender. „Ich höre immer wieder von anderen Fahrern, wie gern sie nach Lüdinghausen kommen“, erzählt Hülshorst.

Und jeder will dem Mann mit der Startnummer 41 das Leben so schwer wie möglich machen. Die Favoriten in diesem Jahr? Dave Meijerink, der junge Holländer, sei in bestechender Form. Mit Paul Cooper (England) sei immer zu rechnen. Natürlich „Catman“ Stephan Katt, wie „Hülse“ seit Jahren einer der besten deutschen Piloten.

Dem Teamkollegen Jens Benneker, im Vorjahr Siebter, traut Hülshorst ebenfalls einiges zu: „Das A-Finale kann Jens auf jeden Fall erreichen, er hat im Frühjahr ein, zwei Mal sein Können aufblitzen lassen. Vielleicht fehlen ihm ein paar Rennkilometer. Aber er wird hochmotiviert sein, es ist ja auch sein Heimrennen.“

Programm

Die Läufe der internationalen Solisten sind zweifelsohne der Höhepunkt des morgigen Renntages auf dem Westfalenring. Zumal zwei Lüdinghauser, Christian Hülshorst und Jens Benneker, im Fokus stehen (siehe oben). Es gibt aber noch weitere attraktive Wettbewerbe wie die B-Lizenz-Solo-Klasse, das Endurorennen, bei dem in den Vorjahren fast immer der Seppenrader Thomas Hols triumphierte, sowie das Kräftemessen der Gespannfahrer und der Showkampf der vier britischen Gespanne mit den mächtigen 1000-Kubik-Motoren. Los geht es am Donnerstag um 9.30 Uhr mit dem Training und der Qualifikation, die Wertungsläufe beginnen um 13 Uhr. Tickets gebe es noch in ausreichender Zahl an der Tageskasse, teilen die Veranstalter mit.

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