Tischtennis: Senioren-EM
Ein großes Tischtennis-Fest – Evi Ilves-Schalk chancenreich in Budapest

Lüdinghausen -

Evi Ilves-Schalk (Union Lüdinghausen) hat in ihrer langen, erfolgreichen Karriere Titel an Titel gereiht. Nur ein einziger fehlt noch in der Sammlung der gebürtigen Estin. Das könnte sich kommende Woche ändern.

Mittwoch, 26.06.2019, 18:56 Uhr aktualisiert: 28.06.2019, 18:50 Uhr
Evi Ilves-Schalk hat fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Nur eine EM-Medaille fehlt noch in der Sammlung der Unionistin. Für Ehemann Gerd Schalk (kl. Bild) gilt das olympische Motto.
Evi Ilves-Schalk hat fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Nur eine EM-Medaille fehlt noch in der Sammlung der Unionistin. Für Ehemann Gerd Schalk (kl. Bild) gilt das olympische Motto. Foto: flo/chrb

Westdeutsche Meisterin, deutsche Meisterin und als Krönung der Weltmeister-Titel im Damendoppel der Seniorinnen 60 in Las Vegas: Tischtennisspielerin Evi Ilves-Schalk von Union Lüdinghausen hat in der vergangenen Spielzeit alle großen Einzeltitel abgeräumt. Nur der kontinentale Erfolg fehlte mangels Wettbewerb. Das kann sich nun ändern, am Freitag fliegt Ilves-Schalk gemeinsam mit Ehemann Gerd Schalk nach Budapest, wo vom 1. bis zum 6. Juli die Senioren-Europameisterschaften stattfinden.

Ziel: Eine Medaille

So setzt sich Ilves-Schalk im Einzel der Seniorinnen 60 und im Doppel mit Weltmeister-Partnerin Angela Walter (RSV Braunschweig) auch hohe Ziele: „Ich möchte eine Medaille gewinnen, am liebsten eine goldene“, erklärt die gebürtige Estin. „Aber das wird schwer, 30 bis 40 Frauen sind etwa gleich stark.“ Anders als bei den vergangenen Titelkämpfen im schwedischen Helsingborg und dem finnischen Tampere würden aufgrund der kürzeren Anreise mehr Spieler aus Osteuropa teilnehmen.

Über 3000 Starter

Gerd Schalk möchte in seiner Vierergruppe bei den Senioren 70 einen der ersten zwei Plätze belegen, um die Hauptrunde zu erreichen. „Dabei sein ist alles“, meint er aber auch, denn für die anderen Spieler geht es in der Trostrunde weiter. Zum vierten Mal in Folge nehmen die in Hullern wohnhaften Unionisten an dem europäischen Mega-Event mit diesmal 3402 Startern teil.

Am Montag bestreiten alle Teilnehmer die Gruppenspiele im Einzel, am Dienstag dann im Doppel. „Wenn alle Starter an einem Tag in der Halle sind, ist das wie ein großes Tischtennisfest“, freut sich Ilves-Schalk. „Wir werden unsere Freunde aus Estland, Ungarn und ganz Deutschland treffen“, ergänzt der Ehemann. Eine dieser Freundschaften hilft den Lüdinghausern in Budapest ganz besonders: Die Ungarin Emese Kantona nimmt das Paar für die Dauer des Turniers bei sich auf. „Sie wird uns Budapest zeigen, wo wir noch nie waren“, erläutert Schalk.

Nach einer hoffentlich erfolgreichen EM steht dann 2020 in Bordeaux die WM-Titelverteidigung auf dem Programm: Evi Ilves-Schalk und Gerd Schalk werden auch dort am Start sein. Einen Wunsch hat die Weltmeisterin für nächstes Jahr schon: „Dann sollen ein paar mehr Leute aus Lüdinghausen mitkommen, so kann man sich gegenseitig unterstützen.“

In Budapest hält nun zunächst das Duo die Union-Flagge hoch. In der Gruppenphase trifft die für Estland startende Ilves-Schalk zunächst auf Gegnerinnen aus Deutschland, Tschechien und der Ukraine. Ihr Mann bekommt es mit Konkurrenten aus Norwegen, Finnland und der Türkei zu tun.

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