Basketball
Union Lüdinghausen: Der bange Blick nach Münster

Lüdinghausen -

28 Vereine bangen um den Erhalt des Basketballkreises Münster – unter ihnen die Korbjäger von Union Lüdinghausen. Sollte der Kreis sich tatsächlich auflösen, brauchen fünf A-Liga-Teams eine neue sportliche Heimat.

Dienstag, 16.07.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 16.07.2019, 21:40 Uhr
Florian Wentzel (r., hier als Spieler des Landesliga-Teams von Union) hofft als Abteilungsleiter darauf, dass der Spielbetrieb für die fünf Kreisliga-Teams ganz normal weitergeht.
Florian Wentzel (r., hier als Spieler des Landesliga-Teams von Union) hofft als Abteilungsleiter darauf, dass der Spielbetrieb für die fünf Kreisliga-Teams ganz normal weitergeht. Foto: flo

„Es wäre fatal, wenn der Kreis sich auflöst.“ Florian Wentzel ist Abteilungsleiter der Basketballer von Union Lüdinghausen und muss sich aktuell Sorgen machen. Neben den Herren ( Landesliga ) und den Damen (Bezirksliga) gehen fünf weitere Union-Teams – die Herren 2 sowie die U 12, U 14, U 16 und U 18) – auf Korbjagd, alle in der Kreisliga A.

Bis jetzt zumindest. Denn ob es den Basketballkreis Münster noch lange gibt, ist ungewiss. Wie bereits berichtet, hat die bisherige Vorsitzende Ines Mangels ihren Rücktritt angekündigt. Findet der Kreis keinen Nachfolger für die Hiltruperin, wird er Ende August entweder aufgelöst oder das Amtsgericht beauftragt, einen fachfremden Vorstand einzusetzen, der vom Basketballkreis bezahlt werden würde.

Vor allem die erste Lösung ist für die 28 betroffenen Vereine ein Horrorszenario, Auch für Union Lüdinghausen: Insgesamt „80 bis 90“ Mädchen, Jungen und Senioren spielen in den fünf Mannschaften auf Kreisebene, schätzt Wentzel. Müssten diese nun auf ihren Sport verzichten, wenn der Basketballkreis Münster sich auflösen würde?

Wir werden bis zum letzten Tag suchen, ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

Klaus Bücker vom Basketballkreis Münster

Ganz so schwarz sieht der Abteilungsleiter nicht. „Wir könnten uns noch kurzfristig anderen Kreisen anschließen oder eine eigene Liga im Freundschaftsspielbetrieb aufstellen“, sagt Wentzel, der selbst für das Landesliga-Team von Union Lüdinghausen auf Korbjagd geht. Doch beide Optionen stehen auf wackligen Füßen. Die Aufgeschlossenheit angrenzender Kreise, nicht nur die Lüdinghauser, sondern auch andere Vereine aus dem Bereich Münster so kurz vor Saisonbeginn noch eben in den Spielbetrieb aufzunehmen, schätzt der Union-Abteilungsleiter als sehr gering ein. Auch die Begeisterung der Spieler, ständig quasi im Freundschaftsspiel-Modus statt in einer offiziellen Liga auf Punktejagd zu gehen, würde wohl nicht die größte sein.

Sollte sich dennoch bis zum 25. August, dem Termin für den entscheidenden ordentlichen Kreistag in Münster, ein Nachfolger für Mangels finden, steht einer weiteren Saison für die Teams auf Kreisebene nichts im Wege. Denn die Spielpläne seien bis auf Kleinigkeiten vorbereitet, sagt Klaus Bücker. Der Lüdinghauser muss es wissen – er ist neben Lars Kremerskothen nicht nur zweiter Abteilungsvorsitzender von Union, sondern gleichzeitig, und das seit fünf Jahren, auch Spielleiter des Basketballkreises Münster. Im Moment macht Bücker diesen Job wie auch die anderen Vorstandsmitglieder kommissarisch.

„Wir sind ein funktionierendes Team“, sagt er. Ein Team allerdings, das sich auf der Suche nach einem neuen Vorsitzenden bisher nur Körbe geholt hat – was die Basketball-Funktionäre in diesem Fall gar nicht mögen. Und was Bücker auch gar nicht nachvollziehen kann: „Wir müssen jetzt auch mal die Vereine in die Verantwortung nehmen, die von den Dienstleistungen des Kreises ja sonst immer nur profitieren. Wir werden bis zum letzten Tag suchen, ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben.“

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