Fußball: „Fuchs-Cup der Champions“
Der Aufmarsch der Legenden

Herbern -

Eine lange Reihe von Spielern hat den Fuchs-Cup des SV Herbern in den vergangenen Jahren geprägt. Bevor das Vorbereitungsturnier nun ein letztes Mal ausgetragen wird, spielen sie selbst noch einmal ein Turnier – ein Aufmarsch der Legenden.

Donnerstag, 18.07.2019, 19:00 Uhr
Hendrik Füchtling (r.), hier als Ascheberger Torjäger im Kreispokalspiel 2013 gegen den Herberner Marian Tüns, spielt am Samstag wieder mit „Beppo“ Löcke in einem Team.­­
Hendrik Füchtling (r.), hier als Ascheberger Torjäger im Kreispokalspiel 2013 gegen den Herberner Marian Tüns, spielt am Samstag wieder mit „Beppo“ Löcke in einem Team.­­

Der Herberner Fuchs-Cup hat eine lange Tradition. Eine so lange Tradition, dass Turnierorganisator Hubert Fuchs sich – zur letzten Auflage des Vorbereitungsturnier an der Werner Straße – etwas Besonderes hat einfallen lassen. Am späten Samstagnachmittag, am Vortag des eigentlichen Turnierbeginns, laufen auf dem Rasenplatz des SV Herbern, ehemalige Kicker auf, die mit der Geschichte des Cups eng verwoben sind.

Spieler, die jedem Kenner der hiesigen Fußballszene ein Begriff sind: Ralf Büls­kämper (früher Union Lüdinghausen), Tino „Molo“ Grote, Alois Fetsch und Sascha Richter (alle Davaria Davensberg), Ivo Kolobaric, Ralf Dreier und Holger Möllers (alle SVH) sind nur einige Namen. Am Samstag ab 16 Uhr treten sie beim „Fuchs-Cup der Champions“ gegeneinander an. Beim Kleinfeldturnier sind die Veteranen in die Mixed-Teams GW Nottuln/FC Gievenbeck, Davaria/Westfalia Kinderhaus, TuS Hiltrup /VfL Wolbeck und SVH/Münster 08 eingeteilt.

Man hat natürlich inzwischen ein paar Kilo mehr auf den Rippen.

„Beppo“ Löcke

Nicht nur ein Veteran des Fuchs-Cups, sondern ein echtes Urgestein von Turnierausrichter SV Herbern ist Bernd Löcke, der von allen nur „Beppo“ genannt wird. Der heute 42-Jährige durchlief die Jugendmannschaften seines Heimatvereins, spielte für die Senioren des SVH und des TuS Hiltrup, betreute anschließend die zweite Mannschaft der Herberner in der Kreisliga A, damals noch im Fußballkreis Lüdinghausen.

„Ich sehe mich selbst nicht als Legende“, sagt Löcke. „Aber ich freue mich auf das Turnier, weil ich viele ehemalige Mitspieler selten sehe, etwa Michael Franke oder Sven Martin, der heute in Hamburg wohnt.“ Andererseits sieht er der Begegnung mit alten Mitstreitern und Konkurrenten auch mit einer gewissen Skepsis entgegen. „Ich freue mich auf ein bisschen Gekicke, aber man hat natürlich inzwischen ein paar Kilo mehr auf den Rippen“, schmunzelt der zweifache Familienvater. „Ich spiele auch nicht mehr Fußball, sondern nur noch Golf.“

Auch Hendrik Füchtling ist sozusagen Fußballrentner. Der heute 30-jährige Ascheberger, wie Löcke zweifacher Vater, ging bis vor zweieinhalb Jahren für den heimischen TuS in der Bezirksliga auf Torejagd und hing dann seine Fußballschuhe an den Nagel. Seitdem habe er sie auch nicht wieder angezogen, so der ehemalige Schrecken der Torhüter. Obwohl er schon mit dem Gedanken spiele, sich eines Tages den Altherren des TuS anzuschließen.

Wenn man antritt bei so einem Turnier, will man auch gewinnen.

Hendrik Füchtling

2011 wurde Füchtling als Spieler des SV Herbern, mit „Beppo“ Löcke in einer Mannschaft, Torschützenkönig beim Fuchs-Cup. Die Trophäe musste er sich allerdings mit einem gewissen Whitson teilen. Der Brasilianer spielte damals für den TuS Hiltrup – und heute für den SVH.

Löcke und Füchtling werden auch am Samstag wieder, wie vor acht Jahren, in einem Team kicken, für Herbern/08. „Ich habe richtig Bock darauf, die alten Weggefährten wiederzutreffen und ein bisschen Spaß zu haben“, sagt der Ascheberger. Doch, und auch hier ist Füchtling mit Löcke auf einer Linie, sei die Kondition nicht mehr die alte. Dennoch, bei allem Spaß und überschaubarer Fitness: „Wenn man antritt bei so einem Turnier, will man auch gewinnen“, stellt Füchtling klar. Leicht werde das jedoch nicht. „Die vier Mannschaften haben richtig Qualität.“

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Gegen 19 Uhr endet das Turnier. Um 20.30 Uhr geht es für die Legenden im Davensberger Hotel Clemens-August weiter. Dort wird dann der beste Spieler der Fuchs-Cup-Geschichte gewählt. Zwei Geehrte stehen schon jetzt fest: Oliver Marin als erfolgreichster Torschütze (16 Treffer) und Rainer Leifken als erfolgreichster Trainer (drei Titel).

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