Stadtfestlauf
Aberglaube läuft nicht mit

Lüdinghausen -

Dass beim Stadtfestlauf 2019 nicht mehr ganz so viele Ausdauersportler finishen, ist durchaus nicht unwahrscheinlich. Schließlich wurde mit 1350 Zieleinläufern 2018 ein Rekord gemessen. Das Datum – Freitag, der 13. – dürfte dagegen wenige abschrecken.

Mittwoch, 31.07.2019, 19:50 Uhr aktualisiert: 31.07.2019, 20:01 Uhr
Der Spaß steht beim Stadtfestlauf im Vordergrund. Sportlicher Ehrgeiz ist aber auch gefordert – so wie bei diesen beiden Teilnehmern von 2018, auf der Zielgeraden des 2,5-Kilometer-Laufs.
Der Spaß steht beim Stadtfestlauf im Vordergrund. Sportlicher Ehrgeiz ist aber auch gefordert – so wie bei diesen beiden Teilnehmern von 2018, auf der Zielgeraden des 2,5-Kilometer-Laufs. Foto: Christian Besse

Abergläubische Zeitgenossen sollten sich den 13. September 2019 schon einmal schwarz im Terminkalender anstreichen – es ist ein Freitag. An einem Freitag, den 13., bleibt man bekanntlich am besten gleich im Bett, verlässt schon gar nicht das Haus und läuft irgendwo herum. Was da nicht alles passieren kann . . .

„Ja, wunderbarer Termin . . .“, lacht Tobias Gerwin . Er ist „nicht ansatzweise“ abergläubisch, darf es auch nicht sein. Gerwin ist Mitorganisator des Lüdinghauser Stadtfestlaufs, und der findet in diesem Jahr – genau, an eben jenem 13. September, dem Freitag, statt.

Mal ernsthaft betrachtet, wird die 18. Auflage nur wegen dieses Datums ohnehin kaum von einem Teilnehmer- oder Zuschauereinbruch befallen sein. Dass weniger Ausdauersportler den Weg in die Steverstadt finden als im vergangenen Jahr, ist dennoch nicht unwahrscheinlich. Denn mit 1350 Finishern zählte Ausrichter Union Lüdinghausen 2018 so viele Zieleinläufe wie nie zuvor.

Die Strecke ist für schnelle Zeiten nicht gemacht.

Tobias Gerwin vom Orgateam

Das mag auch am hervorragenden Wetter gelegen haben – aber nicht nur, wie Gerwin betont. Der gute Ruf des Stadtfestlaufs, die Organisation, die Attraktivität der Strecke an den Burgen Lüdinghausen und Vischering vorbei, habe sich unter den Läufern in der Region herumgesprochen. Es würde ihn natürlich freuen, wenn wieder ähnliche viele Ausdauersportler die verschiedenen Distanzen für den Nachwuchs, die Jugend und die Erwachsenen unter ihre Laufschuhe nehmen, sagt Gerwin, wenn vielleicht sogar ein neuer Rekord herausspringen würde.

Aber mit fast 1400 Finishern sei der Stadtfestlauf auch fast an seine Grenzen gelangt, betont der Lüdinghauser ebenfalls: „Viel mehr Läufer wollen wir gar nicht, können wir auch gar nicht wollen.“ Das liege vor allem an der Strecke. Vor allem der Engpass vor der Burg Vischering mache sie für ein noch größeres Teilnehmerfeld ungeeignet. „Die Strecke ist für schnelle Zeiten nicht gemacht“, sagt Gerwin. Womit das Orga-Team gut leben könne, zumal der Zuspruch ja nicht abreiße.

Was auch die Siegerlisten der vergangenen Jahre belegen. 2018 siegte Justin Lukas vom SC Eintracht Hamm beim Königslauf über zehn Kilometer, Kirsten Althoff von den LSF Münster war die schnellste Frau – beide hatten zum ersten Mal am Stadtfestlauf in Lüdinghausen teilgenommen.

Die Zukunft der Veranstaltung könnte also gesichert sein. Ist sie aber nicht. Denn das langjährige Orgateam, das aktuell aus acht Männern und Frauen besteht, will nach der 20. Auflage des Stadtfestlaufs in zwei Jahren aufhören. „Dann müssen andere übernehmen, sonst wird das nichts mit einem 21. Stadtfestlauf“, sagt Gerwin.

Zum Thema

Die Online-Anmeldung für den Stadtfestlauf ist bereits freigeschaltet (www.lh-lauf.de).

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