Badminton: Bundesliga
Rechnen, basteln, hoffen: Spielplan birgt Unwägbarkeiten für Union Lüdinghausen

Lüdinghausen -

Der Spielplan für die Saison 2019/20 ist eine Gleichung mit vielen Unbekannten. Fest steht allein: Union Lüdinghausen startet mit zwei Heimbegegnungen. Und: Die Konkurrenz hat nur unwesentlich mehr Planungssicherheit.

Donnerstag, 01.08.2019, 18:41 Uhr aktualisiert: 02.08.2019, 10:35 Uhr
Roman Zirnwald (r.) ist kein Olympia-Kandidat, Kai Schäfer schon. Insofern muss Union-Teammanager Michael Schnaase in Sachen Aufstellung in der kommenden Saison mitunter ganz schön puzzlen.
Roman Zirnwald (r.) ist kein Olympia-Kandidat, Kai Schäfer schon. Insofern muss Union-Teammanager Michael Schnaase in Sachen Aufstellung in der kommenden Saison mitunter ganz schön puzzlen. Foto: flo

Der Badminton-Bundesliga-Spielplan 2019/20 ist raus. Was das aber konkret für den SC Union Lüdinghausen bedeutet, davon hat Teammanager Michael Schnaase bestenfalls eine vage Vorstellung. Fest steht nur, dass die Saison am 7. und 8. September mit zwei Heimpartien beginnt. Samstags gastiert der 1. BC Wipperfeld im Anton, tags darauf der 1. BC Beuel (jeweils 14 Uhr). Dass beide Gastmannschaften zu den Playoff-Anwärtern zählen, ist ebenfalls kein Geheimnis.

Nur: In welcher Besetzung die Gegner (und das eigene Team) antreten, ist noch völlig offen. Wipperfeld verfügt mit Jones Jansen (Ex-Partner von Unionist Josche Zurwonne) und Mark Lamsfuß über zwei Doppel-Spezialisten von internationalem Rang. Bloß ist nicht auszuschließen, dass mindestens Lamsfuß – wie die Lüdinghauser Yvonne Li, Kai Schäfer, Linda Efler und Jelle Maas – just an dem Termin Punkte für die Olympia-Qualifikation sammeln.

Kollisionen nicht zu vermeiden

Bundesligaspielleiter Bernd Mohaupt habe versucht, Kollisionen mit wichtigen Ranglistenturnieren zu vermeiden, weiß Schnaase. Allen Vereinen recht machen könne man es indes nicht. Wann wer in welcher Verfassung zur Verfügung steht, entscheide sich mitunter sehr kurzfristig: „Es kann ja zum Beispiel sein, dass ein Lüdinghauser in der Woche früh ausscheidet, und dann rechtzeitig am Spieltag zurück ist.“ Denkbar wäre auch, gerade in der Rückrunde, dass ein Akteur bereits so viele Punkte im Hinblick auf Tokio 2020 gesammelt habe, dass er trotzdem in der Beletage antrete. Oder der umgekehrte Fall: „Jemand ist bereits raus aus dem Olympia-Rennen.“

So oder so: „Wir werden 2019/20 ziemlich viel rechnen und basteln müssen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.“ Welches das sei? „Da wir mehr Tokio-Kandidaten haben als die Konkurrenz, müssen wir, fürchte ich, kleinere Brötchen backen.“ Hauptziel sei der Klassenerhalt. Titelkandidat Nummer eins sei – wer sonst? – Bischmisheim. Kein anderes Team sei finanziell und personell so gut aufgestellt wie die Saarbrücker: „Die können es als einziger Erstligist locker kompensieren, wenn ein, zwei Leistungsträger fehlen.“

Weitere Neuzugänge?

Seit Donnerstag, 23.59 Uhr, ist das Transferfenster dicht. Dass sich Union-Teammanager Michael Schnaase mit Prognosen für die neue Spielzeit zurückhält, hat auch damit zu tun, dass viele Teams auf den letzten Drücker auf dem Markt tätig waren, sich dabei aber aus Angst vor Mitbewerbern nicht in die Karten schauen lassen mochten. Lüdinghausen hatte zwei Kandidaten – einen Mann und eine Frau – im Auge. Mehr dazu in unserer Printausgabe am Samstag.

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