Badminton-Bundesliga
Verstärkung aus der Ferne – Union Lüdinghausen holt Wang und Li

Lüdinghausen -

Union Lüdinghausen hat zwei zusätzliche Spieler für die Saison 2019/20 verpflichtet. Der eine, Jinqiu Li, kommt aus China und ist ein international gänzlich unbeschriebenes Blatt. Die andere ist eine alte Bekannte.

Freitag, 02.08.2019, 18:16 Uhr aktualisiert: 05.08.2019, 15:15 Uhr
Wechselt über den großen Teich: Iris Wang.
Wechselt über den großen Teich: Iris Wang. Foto: Team USA

Ein nicht ganz so betuchter Badmintonverein wie Union Lüdinghausen muss sich bei der Spielersuche kreativer anstellen als, sagen wir, Meister Bischmisheim. Sich wie der Branchen-Krösus bei der Bundesligakonkurrenz zu bedienen (von Absteiger Dortelweil wechselt der junge Bulgare Daniel Nikolov nach Saarbrücken, aus Wittorf die hoch talentierte Stine Küspert), kommt für die Steverstädter nicht in Frage.

Verstärkung tut trotzdem Not. Bekanntlich hetzen gleich vier Unionisten derzeit von Turnier zu Turnier, um sich für die Spiele 2020 in Japan zu qualifizieren. Für die Partien in der Beletage stehen sie daher nur eingeschränkt zur Verfügung. Auf der Suche nach Ersatz ist der Teammanager in Übersee und im Reich der Mitte fündig geworden.

Ex-Gegnerin von Karin Schnaase

Iris Wang soll nach Möglichkeit einspringen, wenn Lüdinghausens Nummer eins Yvonne Li verhindert ist. Natürlich wäre es zu kostspielig, die 24-Jährige für ein Wochenende aus den USA einfliegen zu lassen. Da Wang aber ebenfalls zu Olympia will und regelmäßig an Wettbewerben in Europa teilnimmt, hofft Schnaase, „dass das terminlich irgendwie hinhaut“.

Wang, aktuell die Nummer 107 in der Welt, war wie Karin Schnaase, Tochter des Union-Hauptverantwortlichen, 2016 in Rio am Start. Auf dem Weg dorthin standen sich beide vor dreieinhalb Jahren im Finale der „Peru International“ gegenüber (Schnaase gewann). Eine Verstärkung sei Wang für die Steverstädter auch deshalb, „weil wir sie bei Bedarf zusätzlich im Doppel und im Mixed einsetzen können“, so Vater Schnaase.

Backup-Kandidat für die Doppel

Im Gegensatz zur Nordamerikanerin ist Jinqiu Li ein international völlig unbeschriebenes Blatt. Der Kontakt zum Chinesen kam über Hong Zhang zustande. Der NRW-Stützpunkttrainer, der künftig im Oberliga-Team der Lüdinghauser aufschlägt, soll den Landsmann fürs Erste unter seine Fittiche nehmen. Viele tausend Kilometer entfernt von der Heimat ein neues Leben zu beginnen, werde für Li nicht leicht, glaubt Schnaase. Der 21-Jährige ist vor allem als Backup-Kandidat in den Doppeln vorgesehen. Dritter Neuzugang ist, wie berichtet, die Schottin Ciara Torrance.

Da die Wechselfrist erst am 1. August endete, sind dem Union-Teammanager noch nicht alle Ligatransfers bekannt. Fest steht neben den eingangs erwähnten Zukäufen der Saarbrücker, dass der starke Israeli Misha Silberman Aufsteiger Neuhausen verstärkt. Den DM-Dritten BV Mülheim verlassen hat der britische Doppelspezialist Adam Hall.

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