Badminton: Individual-WM
Nur ein paar Autostunden bis Basel – Linda Efler guter Dinge

Lüdinghausen -

Für Linda Efler (Union Lüdinghausen) verlief die Olympia-Quali bisher durchaus holperig. Trotzdem freut sich die Doppel- und Mixed-Spezialistin auf die WM in Basel. Die Anreise könnte entspannter nicht sein.

Freitag, 16.08.2019, 23:00 Uhr aktualisiert: 16.08.2019, 23:06 Uhr
Linda Efler und Marvin Seidel droht bei der Weltmeisterschaft in Basel das frühe Aus.
Linda Efler und Marvin Seidel droht bei der Weltmeisterschaft in Basel das frühe Aus. Foto: flo

Tokio ist weit weg. Immer noch fast acht Monate bleiben Linda Efler ( Union Lüdinghausen ) und Marvin Seidel (BC Bischmisheim), um sich für Olympia 2020 zu qualifizieren. Insofern ist die 24-Jährige weit davon entfernt, die Flinte vorschnell ins Korn zu werfen. Fakt sei aber: „Mark und Bel haben zuletzt richtig gut gepunktet.“ Während im gleichen Zeitraum „die Ergebnisse bei Marvin und mir nicht ganz so dolle waren“.

Mark und Bel, also Mark Lamsfuß (1. BC Wipperfeld) und Isabel Herttrich (Bischmisheim), sind aktuell die Nummer 19 in der Welt, Seidel/Efler folgen als 35. mit beträchtlichem Abstand. Von Belang ist das deshalb, weil nach Lage der Dinge nur ein deutsches Mixed an den Spielen teilnimmt.

Erfolge blieben zuletzt aus

Wieso die Erfolge auf internationalem Parkett – anders als in den Vorjahren – zuletzt ausblieben, weiß Efler nicht so genau: „Wir trainieren eigentlich ordentlich.“ Umso wichtiger wäre es, bei der zweiten WM-Teilnahme mindestens die erste Runde zu überstehen. Das Problem: Rinov Rivaldy und Pitha Haningtyas Mentari aus Indonesien, die Auftaktgegner, werden im globalen Ranking derzeit an Position 17 geführt, sind also ein ziemliches Brett. Was noch viel mehr für Yuta Watanabe/Arisa Higashino gilt, auf die Weltranglistenfünften aus Japan träfen Seidel/Efler in der Runde der letzten 32.

Etwas mehr Losglück hatten Efler/Herttrich im Doppel. Die Estinnen Kati-Kreet Marran/Helina Rüütel hält die Unionistin für „schlagbar“. Spätestens im Achtelfinale aber würde mit Yuki Fukushima/Sayaka Hirota (Japan), in Basel die Nummer zwei der Setzliste, ein schier unüberwindbares Hindernis warten. Auch in dieser Disziplin legten die Weltranglisten-43. zuletzt eher Trippelschritte auf dem Weg nach Tokio zurück. Dabei bräuchte es Sieben-Meilen-Stiefel. Die nationalen Mitbewerberinnen Johanna Goliszewski und Lara Käpplein (1. BV Mülheim) sind zwar momentan nur um vier Ränge besser. „Aber um uns für Olympia zu qualifizieren, müssten wir mindestens in die Top 30 vorstoßen“, so die Lüdinghauserin.

„Positiv“ stimmt Efler der Austragungsort. Vom Stützpunkt Saarbrücken, an dem sie trainiert, sind es wenige Autostunden bis Basel. Kein Jetlag, keine Anpassung ans örtliche Klima: „Das war 2018 in China ganz anders.“

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