Fußball: Bezirksliga 11
Gute Nachbarschaft – kaum Wechsel zwischen Olfen und Union Lüdinghausen

Lüdinghausen -

Am Sonntag, 15.30 Uhr, hat SuS Olfen Union Lüdinghausen zu Besuch. Spieler, die mal für den einen und mal für den anderen Verein gekickt haben, gibt es trotz der geografischen Nähe so gut wie gar keine. Wieso eigentlich?

Freitag, 30.08.2019, 19:35 Uhr aktualisiert: 01.09.2019, 14:12 Uhr
Dass die ersten Mannschaften aus Lüdinghausen und Olfen in einer Liga vereint waren, ist schon ein paar Jährchen her. Mal kickte die eine in der Bezirks- und die andere in der A-Liga, mal war es umgekehrt. 2015/16 trafen Sven Görlich (l.) und Co. auf die SuS-Reserve.
Dass die ersten Mannschaften aus Lüdinghausen und Olfen in einer Liga vereint waren, ist schon ein paar Jährchen her. Mal kickte die eine in der Bezirks- und die andere in der A-Liga, mal war es umgekehrt. 2015/16 trafen Sven Görlich (l.) und Co. auf die SuS-Reserve. Foto: chrb

9,5 Kilometer trennen laut Google Maps Westfalenring, Heimstatt des SC Union Lüdinghausen , und Hodden­straße, wo SuS Olfen seine Spiele austrägt. Das entspricht etwa der Länge von 80 Fußballfeldern. Man würde also annehmen, dass es einen regen personellen Austausch zwischen beiden Vereinen gibt. So wie das zwischen Schwarz-Roten und Seppenradern, Nordkirchenern oder Vinnumern der Fall ist. Tatsächlich muss man schon tief in der lokalen Fußball-Historie graben, um auf Überläufer zu treffen.

Mario Pongrac (WN, 29. August) fällt einem ein. SuS-Kapitän Marvin Böttcher hat in der Jugend mal den Union-Dress getragen, aber das ist auch schon lange her. Niels Kleischmann war für beide Vereine aktiv, kickt in zwischen jedoch in der Olfener Reserve. Und sonst? Wenige bis gar keine Spieler mit Union- und SuS-Vergangenheit. Wieso eigentlich?

Vereine ticken ähnlich

„Vielleicht“, sinniert Lüdinghausens sportlicher Leiter Daniel Schürmann , „weil beide Vereine ähnlich ticken. Das große Geld gibt es weder dort noch hier. Die Jugendarbeit kann sich in beiden Fällen sehen lassen. Außerdem versuchen wir – wie die Olfener – unsere Talente frühzeitig zu binden. Ihnen das Gefühl zu geben, dass es was Besonderes ist, für ihren Heimatverein aufzulaufen.“

Norbert Sander, in gleicher Funktion beim Nachbarklub tätig, kann das nur bestätigen: „Die Spieler bei uns verdienen praktisch nichts, was in der Bezirksliga inzwischen eher die Ausnahme denn die Regel ist. Also müssen wir sie auf andere Art für uns gewinnen. Etwa durch den enormen Zusammenhalt, den uns auch andere immer wieder bescheinigen. Was natürlich leichter fällt, wenn – wie bei uns – fast alle Mann aus dem Ort selbst kommen.“

Und noch etwas betont der sportliche Leiter des Liganeulings: „Wir pflegen seit vielen Jahren ein gutes Miteinander. Was man ja allein daran ablesen kann, dass die Lüdinghauser Stammgast bei unserem Sommerturnier sind. Mit Daniel Schürmann komme ich bestens aus, mit Union-Coach Tobias Tumbrink ebenfalls. Dass man dann hintenrum Spieler abwirbt, ist in der Konstellation nahezu ausgeschlossen.“

Engpass hinten, vorn die freie Wahl

Eigentlich verfügt Union Lüdinghausen über einen ausreichend großen Kader. Blöd nur, wenn mit Simon Homann, Muhamed Demir, Miguel Schürmann, Jonathan Krüger und Sören Hellkuhl gleich fünf Mann verletzt sind, die in oder direkt vor der Abwehr spielen. Zudem kann Linksverteidiger Kevin Pächer nur unter Schmerzen auflaufen. Trotzdem ist Coach Tobias Tumbrink vor dem Bezirksliga-Derby am Sonntag, 15.30 Uhr, in Olfen nicht bange. In die Fähigkeiten von Robin Flake, der im Zentrum erste Wahl sein dürfte, und Co. habe er „vollstes Vertrauen. Und wenn wir es schaffen, defensiv gut zu stehen, dann sollten wir zumindest einen Zähler aus Olfen mitnehmen. Denn vorne haben wir mit sechs Kandidaten für drei Plätze in der Startelf die freie Auswahl.

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