Badminton: Bundesliga
Ungewohnte Doppel-Rolle – Josche Zurwonne coacht und feuert an

Lüdinghausen -

Josche Zurwonne war als Punktesammler bei Union Lüdinghausen in der neuen Saison fest eingeplant. Daraus wird erstmal nichts. Helfen will das 30-jährige Urgestein dem Team in anderer Funktion.

Freitag, 06.09.2019, 20:30 Uhr
Josche Zurwonne (r.) lässt die Trainingsjacke für den Moment an. Seinen Part an der Seite von Jelle Maas könnte der wiedergenesene Nick Fransman (l.) übernehmen.
Josche Zurwonne (r.) lässt die Trainingsjacke für den Moment an. Seinen Part an der Seite von Jelle Maas könnte der wiedergenesene Nick Fransman (l.) übernehmen. Foto: flo

Josche Zurwonne war eigentlich das Pfund, mit dem Union Lüdinghausen in dieser kniffligen Spielzeit wuchern wollte. Keine Olympia-Ambitionen nach dem Rücktritt aus der Nationalmannschaft, aber immer noch einer der besten Doppelspieler im Land. Vor allem die durchweg sehenswerten Auftritte gegen Ende der Vorsaison an der Seite des Niederländers Jelle Maas stimmten alle Beteiligten zuversichtlich. Und dann das. Aufgrund einer Blessur steht der Ur-Unionist den Steverstädtern fürs Erste nicht zur Verfügung.

„Für den Verein tut es mir furchtbar leid. Und auch für mich ist die Situation frus­trierend. Aber die Gesundheit geht nun mal vor.“ In Kürze beginnt der Lehramtsanwärter irgendwo in NRW sein Referendariat. Fehlstunden kann sich der 30-Jährige da beim besten Willen nicht leisten. Wann er wieder ins Ligageschehen eingreift, lässt der zweifache Deutsche Meister bewusst offen: „Wenn ich zu früh auf den Court zurückkehre, helfe ich damit weder mir noch Union.“

Comeback zu früh?

Bereits im Frühjahr habe er nach einem kleineren Eingriff sein Comeback womöglich zu sehr forciert: „Wer mich kennt, weiß, dass ich stets das Maximum zu geben versuche. Im Nachhinein war das vielleicht die falsche Entscheidung. Deshalb werde ich diesmal nichts übers Knie brechen.“ Lieber etwas länger aussetzen, dafür umso fitter wieder angreifen, so lautet der Plan. Zumal Zurwonne nach wie vor große Lust verspüre, trotz der beruflichen Veränderung „noch ein paar Jährchen auf diesem Niveau Badminton zu spielen“.

Unterstützen werde er die Mannschaft in den nächsten Wochen trotzdem nach Kräften: „Wann immer es die Zeit erlaubt, werde ich in der Antonius-Halle sein – sei es, um zu coachen, sei es, um die Mannschaft anzufeuern.“ Zum ersten Mal im Einsatz in der ungewohnten, nun ja, Doppel-Rolle ist Zurwonne an diesem Wochenende bei den Bundesliga-Heimspielen gegen Wipperfeld (Samstag, 15 Uhr) und Beuel (Sonntag, 16 Uhr).

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