Badminton: Bundesliga
Wäre doch gelacht – Neu-Unionistin Ciara Torrance zugewandt

Lüdinghausen -

Ciara Torrance, von Zweitligist TSV Trittau 2 zu Union Lüdinghausen gewechselt, war am Wochenende im Doppel wie im Mixed für ihren neuen Klub erfolgreich. Sofort ins Herz geschlossen haben die Steverstädter die junge Schottin aber noch aus einem anderen Grund.

Dienstag, 10.09.2019, 19:48 Uhr aktualisiert: 11.09.2019, 11:42 Uhr
Die Neu-Lüdinghauserin Ciara Torrance feierte am Wochenende einen Einstand nach Maß. Sowohl im Doppel als auch im Mixed (links: Jelle Maas) war die junge Schottin erfolgreich.
Die Neu-Lüdinghauserin Ciara Torrance feierte am Wochenende einen Einstand nach Maß. Sowohl im Doppel als auch im Mixed (links: Jelle Maas) war die junge Schottin erfolgreich. Foto: flo

Vor wie vielen Zuschauern sie im Schnitt beim Zweitligisten TSV Trittau aufgeschlagen habe? „Zehn vielleicht?“, lacht Ciara Torrance . Als die WN noch ein Porträtfoto vom Neuzugang des SC Union Lüdinghausen schießen wollen, fragt die junge Schottin: „Soll ich dabei lachen?“ Und lacht. Die 20-Jährige scheint überhaupt ziemlich gern und oft zu lachen, hat auch Union-Coach Christoph Schnaase festgestellt: „Sie hat eine sehr offene, zugewandte Art, mit der sie das Team ansteckt.“

Verpflichtet hat sie der hiesige Erstligist natürlich nicht nur, weil die junge Frau permanent gute Laune verbreitet. Sie ist auch eine ausgesprochen passable Badminton-Spielerin, wie die Union-Fans spätestens seit dem Wochenende wissen. Bereits am Samstag glänzte die Britin beim Auftaktmatch gegen Wipperfeld im Doppel an der Seite von Linda Efler. Noch höher einzuordnen war die Leistung tags darauf im Mixed, das sie mit Jelle Maas gegen die starke Bonner Paarung Peter Briggs/Hannah Pohl in vier Sätzen gewann.

Stand-by-Unionist coacht Torrance in der Heimat

„Ciara ist sehr solide ausgebildet, sie hat eine Menge Spielwitz und sie geht den Bällen offensiv entgegen“, lobt der Lüdinghauser Trainer. Die sehr solide Ausbildung verdanke sie vor allem Stand-by-Unionist Robert Blair: „Seit drei Jahren arbeiten wir zusammen, erst im Junioren-Nationalteam, jetzt bei den Erwachsenen. Er hat so unfassbar viel Ahnung von dieser Sportart und vermittelt sein Wissen auf eine wunderbar entspannte Art“, strahlt die Studentin, die in Glasgow lebt und trainiert.

Die ersten beiden Auftritte in der Beletage fand Torrance „großartig, nicht nur wegen der Ergebnisse. Das Publikum war super, kein Vergleich zu Trittau.“ Der für Badminton-Verhältnisse stattliche Andrang im Anton habe sie überhaupt nicht nervös gemacht: „Im Gegenteil. Ich liebe das, wenn die Leute mitgehen und die Mannschaft anfeuern.“

Ziel: Commonwealth Games 2022

Was – neben weiteren erfolgreichen Erstligaauftritten mit Lüdinghausen – ihre nächsten sportlichen Ziele sind? „So langsam auf internationaler Ebene Fuß zu fassen.“ Tokio 2020 ist selbstredend kein Thema, an Olympia sei frühestens in fünf Jahren zu denken. 2022, bei den Commonwealth Games in Birmingham, „da würde ich furchtbar gern für mein Land starten“. Schafft sie bestimmt. Wäre doch gelacht.

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