Westruper Reitertage
Regen vermeimelt letzten Tag

Lüdinghausen -

77 Paare hatten für den Höhepunkt der Westruper Reitertage auf dem Hof Brinkmann gemeldet. Doch nur 20 ritten am Ende ein. Schuld war der Dauerregen. Auch das Stechen des S*-Springens fiel diesmal flach – allerdings aus einem rein sportlichem Grund.

Montag, 30.09.2019, 20:20 Uhr aktualisiert: 30.09.2019, 20:22 Uhr
Lokalmatador Marius Brinkmann – hier am Samstag mit Leandra bei der M-Punktespringprüfung – sicherte sich am Freitag die Siegerschleife bei der Youngster-Prüfung der schweren Klasse, ritt am Sonntag beim S*-Springen aber nicht mit ein.
Lokalmatador Marius Brinkmann – hier am Samstag mit Leandra bei der M-Punktespringprüfung – sicherte sich am Freitag die Siegerschleife bei der Youngster-Prüfung der schweren Klasse, ritt am Sonntag beim S*-Springen aber nicht mit ein. Foto: Christian Besse

So ein seltsames Turnierende hat es auf dem Hof Brinkmann bisher noch nicht gegeben. 77 Paare hatten für den Höhepunkt der Westruper Reitertage, das S*-Springen mit Stechen am Sonntagnachmittag, gemeldet. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre bleiben gewöhnlich nur wenige Reiter dann doch der Prüfung fern – das Turnier und vor allem die letzte Prüfung sind beliebt, der sportliche Stellenwert hoch.

An diesem Sonntag war es anders. Nur 20 Paare (in Worten: zwanzig) ritten unter dem tristen Dauerregen, der schon seit Stunden auf die Bauerschaft Westrup herunterging, tatsächlich in den Parcours ein. Und wenn es schon so wenige sind, ist es auch kein biblisches Wunder, wenn nur ein Reiter im ersten Umlauf fehlerfrei bleibt: Der Bochumer Justus Sternschulte und seine Stute Chaccorella ließen als einziges Paar alle Stangen liegen – damit hatte sich das Stechen erübrigt.

Greta Reinacher vom RV Osterwick und Captain Blue, die im Vorjahr gewonnen hatten, leisteten sich einen Fehler und mussten sich mit Platz vier begnügen. Zweiter geworden war 2018 Markus Terhechte mit Eldorado. Nun sattelte der Gescheraner Quintus – und landete erneut auf Platz zwei.

Und Marius Brinkmann ? Der Lokalmatador, der 2017 gewonnen und ein Jahr später das Stechen nur haarscharf verpasst hatte, trat diesmal gar nicht an. Und auch dieser Umstand war dem Wetter geschuldet. „Marius wollte diesmal lieber unsere Parcourshelfer unterstützen, die im Regen und auf dem nassen Untergrund ihre Arbeit gemacht haben“, erklärte Vater und Turnierchef Hubert Brinkmann. Auf eine goldene Schleife verzichten musste der Junior trotzdem nicht. Am Freitag hatte er bereits mit Cilly Pepper das Youngster-Springprüfung auf S*-Niveau gewonnen.

Obwohl der Regen Zuschauern, Organisatoren und durchnässten Reitern den dritten Turniertag vermeimelte, war Hubert Brinkmann gar nicht mal unzufrieden mit der Gesamtbilanz: „Am Freitag und am Samstag war das Wetter eigentlich nicht schlecht.“ Und von den äußeren Bedingungen waren nur die Prüfungen auf dem Springplatz betroffen. Brinkmann: „Die Dressur-Starterfelder in der Halle waren voll.“

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