Badminton: Olympia-Quali
Quartett des SC Union Lüdinghausen hat Tokio 2020 im Visier

Lüdinghausen -

Bis Tokio 2020 ist es noch ein weiter Weg für die vier Bundesliga-Asse des SC Union Lüdinghausen. Kai Schäfer und Yvonne Li haben derzeit die besten Karten. Für Jelle Maas und Linda Efler könnte es eng werden.

Mittwoch, 02.10.2019, 20:33 Uhr
Derzeit die Nummer 84 in der Welt, aber auf einem guten Weg: Kai Schäfer.
Derzeit die Nummer 84 in der Welt, aber auf einem guten Weg: Kai Schäfer. Foto: flo

Kreuz und quer reisen sie ein Jahr lang rund um die Welt, um wertvolle Weltranglistenpunkte für die Olympia-Qualifikation zu sammeln. Gleich vier Badmintonspieler des SC Union Lüdinghausen haben sich auf diesen Weg begeben, der erst Anfang Mai enden wird. Allerdings werden alle vier am kommenden Wochenende endlich einmal wieder gemeinsam das Union-Trikot tragen, da erst nach den beiden Spielen am Samstag um 14 Uhr bei BW Wittorf (Neumünster) und tags darauf daheim um 15 Uhr gegen Rekordmeister BV Mülheim mit den „Dutch Open“ in Almere das nächste wichtige Turnier ansteht.

Doch wie sieht es für die vier Aspiranten auf ihrem Weg nach Tokio konkret aus? Die besten Aussichten hat derzeit Kai Schäfer. Er rangiert in der Weltrangliste derzeit zwar nur auf Platz 84, doch hat er zwei Vorteile, die ihm eine gute Position verschaffen: Zum einen ist weit und breit in Deutschland keine Konkurrenz zu spüren. Zum anderen sind in den beiden Einzeldisziplinen erheblich mehr Spieler zugelassen.

Li virtuell vor Deprez

Noch besser steht eigentlich Yvonne Li in der Weltrangliste auf Position 40. Doch sie hat mit Fabienne Deprez eine ernste nationale Widersacherin, die allzu gerne nach Tokio fahren würde. Beide absolvieren im internen Wettstreit einen wahren Turnier-Marathon. Nach einigen guten Ergebnissen der Konkurrentin hat jetzt Li auf ihrer Asientour ordentlich gepunktet, so dass sie erstmals vor Deprez in der virtuellen Weltrangliste steht, die nur die Turniere im Qualifikationszeitraum berücksichtigt. Zu erwarten ist weiterhin ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen.

Für Olympia qualifiziert wären derzeit auch Union-Doppelspezialist Jelle Maas und Landsmann Robin Tabeling – allerdings sehr knapp. In den Doppeldisziplinen qualifizieren sich jeweils nur 16 Paarungen. Und Maas steht derzeit auf Platz 15 des virtuellen Rankings.

Am schwersten dürfte es Linda Efler haben. Sie versucht sich gleich in zwei Disziplinen – im Doppel an der Seite von Isabel Herttrich, im Mixed mit Marvin Seidel. Das gemischte Doppel steht zwar in der Weltrangliste auf Position 28, doch liegt die nationale Konkurrenz Mark Lamsfuß/Herttrich deutlich vor Seidel/Efler. Und es fährt maximal ein deutsches Duo nach Tokio. Auch im Doppel muss Efler noch fleißig punkten. Dort rangiert sie derzeit auf Platz 42, der bei weitem nicht reicht. Aber bis Ende April ist es ja auch noch ein Weilchen.

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