Fußball: Bezirksliga 11
Lucas Roters trägt in der Regel die Binde

Lüdinghausen -

Lucas Roters, den sie am Westfalenring alle nur „Lucky“ rufen, ist für Union Lüdinghausen ein echter Glücksfall. Trotz seiner erst 20 Jahre marschiert der defensive Mittelfeldmann stets voran – mit und ohne Kapitänsbinde.

Samstag, 05.10.2019, 07:00 Uhr
Scheut keinen Zweikampf, schuftet im defensiven Mittelfeld meist für zwei und war bereits mehrfach Union-Kapitän: Lucas Roters.
Scheut keinen Zweikampf, schuftet im defensiven Mittelfeld meist für zwei und war bereits mehrfach Union-Kapitän: Lucas Roters. Foto: flo

Dafür, dass Lucas Roters „nur“ dritter Kapitän des SC Union Lüdinghausen ist, hat der junge Mann in der laufenden Spielzeit schon ganz schön häufig die Binde getragen. Der etatmäßige Skipper der Schwarz-Roten, Sven Görlich, war des Öfteren angeschlagen, sein erster Vertreter Jonathan Krüger ist langzeitverletzt. Dabei ist es ja im Grunde unerheblich, ob Ro­ters ein zusätzliches Stückchen Stoff am Arm trägt oder nicht: Der 20-Jährige, der schon zu Jugendzeiten als Spielführer fungierte, marschiert eh immer vorneweg.

„Lucky“, wie sie ihn am Ring rufen, sei für die Schwarz-Roten ein echter Glücksfall, betont Co-Trainer Benedikt Vester . Kein Weg ist dem Dauerläufer im Mittelfeld zu weit, nicht einem Zweikampf geht Ro­ters aus dem Weg. Union-Feinfuß Sebastian Placzek vermag auch deshalb als Stratege zu glänzen, weil der junge Nebenmann für zwei schuftet.

Nebenleute wie Placzek oder Demir „ein Geschenk“

Ob es ihn nicht störe, dass es meist der Routinier ist, der die Lorbeeren erntet? „Überhaupt nicht. Neben so überragenden Zockern wie Sebo oder Mo Demir zu spielen, empfinde ich als Geschenk. Von beiden kann ich mir so viel abschauen. Und die Rollenverteilung auf der Doppelsechs ist ja nun mal so: Einer schirmt ab, der andere ist für die Spieleröffnung zuständig.“

Wobei der „Abschirmer“ laut Vester fußballerisch in seinem zweiten Seniorenjahr enorm zugelegt hat: „,Lucky‘ ist ein sehr intelligenter Spieler. Und er nimmt grundsätzlich an, was wir Trainer ihm vorgeben.“ Zu Roters’ Führungsqualitäten zählt auch, mal etwas lauter zu werden, wenn er das Gefühl habe, „dass nicht alle Vollgas geben“. Wobei die Hierarchien innerhalb des Teams eher flach seien: „Jeder redet mit jedem. Ist doch egal, wer bei uns das Wort führt – so lange am Ende drei Punkte rumkommen.“

Alstätte auf Abstand halten

Beim 1:4 in Epe „hat uns das Matchglück gefehlt“, schaut Union-Co-Trainer Benedikt Vester auf den Vorsonntag zurück. Morgen, 15 Uhr, könnten die Lüdinghauser es ganz gut gebrauchen. Zumal der Gast aus Alstätte womöglich zu den vier Teams zählt, die die Schwarz-Roten in der Tabelle dauerhaft hinter sich lassen müssen. Über den Neuling weiß Vester relativ wenig, „wir sollten uns aber eh nicht zu sehr am VfB orientieren“. Miguel Schürmann, Jonathan Krüger, Simon Homann (alle verletzt), Robin Flake und Patrick Rudolph (beide gesperrt) fehlen sicher. Angeschlagen sind Mirco Fabry, Leon Westrup, Lucas Ro­ters sowie Muhamed Demir. Patrick Voll, Nahit Tafolli und Sören Hellkuhl stehen wieder zur Verfügung.

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