Auszeichnungen
Die Macher im Hintergrund

Lüdinghausen -

Vier ehrenamtlich engagierte Sportfunktionäre werden vom FLVW für ihr Engagement im Fußballkreis Ahaus/Coesfeld ausgezeichnet. Sie kommen aus den Reihen von Union Lüdinghausen und Fortuna Seppenrade.

Freitag, 22.11.2019, 08:30 Uhr aktualisiert: 27.11.2019, 17:58 Uhr
Jugendfußball für alle interessierten Kinder (hier die D 3) – dafür steht Union-Jugendleiter Wolfgang Raabe (hinten 3.v.r.).
Jugendfußball für alle interessierten Kinder (hier die D 3) – dafür steht Union-Jugendleiter Wolfgang Raabe (hinten 3.v.r.). Foto: Bastian Becker

Vier seit langem ehrenamtlich engagierte Sportfunktionäre werden am heutigen Freitag in Legden vom FLVW für ihr Engagement im Fußballkreis Ahaus/Coesfeld ausgezeichnet. Neben Mechthild Noll ( Union Lüdinghausen , Leichtathletik) und Michael Becker (Geschäftsführer Fortuna Seppenrade ) sind das Union-Jugendleiter Wolfgang Raabe und die Fortuna-Vorsitzende Walburga Krebber .

Häufig taucht Raabe nicht in der Zeitung auf. „Ich bleibe lieber im Hintergrund“, erklärt der 57-Jährige, der seit viereinhalb Jahren der Union-Jugendabteilung vorsteht. Seit 1994 (damals begann er als Trainer seines Sohnes in der F-Jugend) ist Raabe als Jugendtrainer von den D-Junioren bis zu den Minikickern aktiv. Oft betreute er zweite oder dritte Mannschaften. „Mir ist nicht wichtig, dass die Kinder die Besten werden, sondern dass sie Spaß haben. Alle sollen sich verbessern“, sagt Raabe. Heute betreut er mit der G-Jugend und der Ball- und Bewegungsgruppe die jüngsten Union-Fußballer.

Mir ist nicht wichtig, dass die Kinder die Besten werden, sondern dass sie Spaß haben.

Wolfgang Raabe

Seit Jahren bringt er den Jugendfußball am Westfalenring voran. „Wir versuchen, die Spielstätten und die Rahmenbedingungen zu verbessern“, so Raabe. Dazu zählen derzeit ein zweiter Kunstrasenplatz und neue Umkleidekabinen. „Das Team mit Markus Bohr und Daniel Schürmann macht unheimlich viel aus“, freut sich Raabe. Die FLVW-Auszeichnung sei eine tolle Anerkennung, schön sei es aber auch, wenn frühere Schützlinge wie Sören Hellkuhl, Niklas Hüser oder Mirko Fabry den Sprung in die erste Mannschaft schaffen. „Man hat im Grunde außer Arbeit nichts davon, da ist viel Idealismus gefragt“, weiß Raabe, bis zur Auflösung des Fußallkreises Lüdinghausen sechs Jahre lang Staffelleiter und Koordinator Öffentlichkeitsarbeit im Kreis.

„Ich mache das, weil ich gerne mit Menschen zusammen bin“, so wiederum Krebber. Seit Januar 2016 steht die heute 68-Jährige an der Spitze von Fortuna Seppenrade. „Ich führe sehr viele Telefonate und versuche, die Verbindung zwischen allen Abteilungen aufrechtzuerhalten“, beschreibt Krebber ihre Aufgabe.

Ihr mittlerweile verstorbener Mann Manfred, ehemaliger Profischiedsrichter, war von 1986 bis 1997 Fortuna-Vorsitzender. Krebber unterstützte ihn aktiv und übernahm 1994 das Amt der Geschäftsführerin, das sie bis 2000 ausübte. Parallel dazu war sie von 1994 bis 2015 Protokollführerin im Kreis Lüdinghausen. 2021 will Krebber den Vorsitz in jüngere Hände übergeben. Krebbers Motto „Ich sehe den Verein wie eine große Familie“ dürfte dabei auch weiterhin beherzigt werden. Eine Institution bei den sonntäglichen Seppenrader Heimspielen ist die „Kaffeestube“ im Vereinsheim, bei der Krebber und andere Mitstreiterinnen nunmehr seit mehr als 30 Jahren im Vereinsheim warme Getränke verkaufen.

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