Jugendfußball
Mit Talent und Leidenschaft

Lüdinghausen -

Die Westfalenliga der B-Junioren – das ist schon eine hohe Hausnummer. In dieser Spielklasse sind zwei Seppenrader und ein Lüdinghauser aktiv. Sie spielen für Preußen Münster beziehungsweise Marl-Hüls – und träumen vom Profifußball.

Donnerstag, 28.11.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 04.12.2019, 18:36 Uhr
Talentierte und ambitionierte Fußballer: Jonas Lindner (v.l.), Marcio de Oliveira Costa und Robin Cordes kicken in der B-Junioren-Westfalenliga.
Talentierte und ambitionierte Fußballer: Jonas Lindner (v.l.), Marcio de Oliveira Costa und Robin Cordes kicken in der B-Junioren-Westfalenliga. Foto: Bastian Becker

Jeden Tag treffen sich Marcio de Oliveira Costa, Jonas Lindner und Robin Cordes in der Schule, alle gehen auf das Lüdinghauser Gymnasium Canisianum. Die Gespräche der drei Freunde drehen sich häufig um nur ein Thema. „Da wir in einer Liga spielen, steht Fußball meistens im Vordergrund“, gibt Jonas zu. Das Trio ist in der B-Jugend-Westfalenliga aktiv – Marcio (16 Jahre) spielt für den TSV Marl-Hüls, Jonas und Robin (beide 15) treten für die U16 von Preußen Münster an.

Zu den Ligakonkurrenten zählen unter anderem die Nachwuchsmannschaften der Bundesligisten Dortmund, Schalke und Paderborn. Am Samstag treffen nun Marcio und Robin im Duell ihrer beiden Teams aufeinander, der langzeitverletzte Jonas drückt den Preußen vom Rand aus die Daumen.

Das Fußballspielen haben Marcio und Jonas, die in der gleichen Straße wohnen, bei Fortuna Seppenrade erlernt, Robin begann im Alter von fünf Jahren bei Union Lüdinghausen. In der D-Jugend folgte dann der nächste Schritt für das Trio. Marcio wechselte zum TuS Haltern, in der C-Jugend ging es für ihn nach Marl. Robin fand über den VfB Waltrop den Weg nach Münster. Jonas spielte erst bei Marl-Hüls, seit der U 13 dann bei den Adlerträgern.

Wenn man lange Schule hat, wird das Training anstrengend.

Jonas Lindner

Der Trainingsaufwand ist nicht gering. Drei bis vier Einheiten in der Woche, dazu kommt die regelmäßige Videoanalyse, das birgt schon gewisse Herausforderungen. „Wenn man lange Schule hat, wird das Training anstrengend“, weiß Jonas aus Erfahrung und Marcio sagt: „Es ist manchmal schwierig, seine Leistung abzurufen und auf den Punkt da zu sein.“ Der Konkurrenzkampf sei nicht zu unterschätzen.

Aber die Freundschaft kann das nicht beeinflussen. „Als Jonas und ich die gleiche Position hatten, haben wir uns nicht gestritten“, berichtet Robin. Zudem müssen Sport und Schule unter einen Hut gebracht werden. „Hausaufgaben und Lernen kann man auch im Bus machen“, plaudert Robin aus dem Nähkästchen. Während der Klausurphasen aber müsse man beim Fußball mal Abstriche machen, meint Jonas.

Auf dem Platz spielt Marcio ganz vorne, der TSV-Stürmer hat aber bis jetzt erst ein Saisontor erzielt. Das liegt auch an der generell ausbaufähigen Bilanz seines Teams, das mit fünf Toren und zwei Punkten die rote Laterne hält. Robin und Jonas sind dagegen Defensivakteure. Robin kann als Links- oder Innenverteidiger spielen, Jonas ist Außenverteidiger. „Mein Spielaufbau und mein Stellungsspiel sind ganz gut“, sagt Robin.

Es ist manchmal schwierig, seine Leistung abzurufen und auf den Punkt da zu sein.

Marcio de Oliveira Costa

„Ein Sieg wäre nicht schlecht“, blickt Marcio auf das Duell am Samstag voraus. Marl-Hüls plagt aber großes Verletzungspech. Robin sieht seine Preußen, die als Aufsteiger mit zehn Punkten Achter sind, eher favorisiert. Eine Wette zwischen den Dreien über den Ausgang der Partie gibt es jedoch noch nicht.

Für diese Saison ist neben der persönlichen Weiterentwicklung für alle drei der Klassenerhalt das Ziel. „Ich will wieder fit werden und bestmöglich zurückkehren“, nennt Jonas sein persönliches Ziel. Knorpelschäden in beiden Knien (derzeit im rechten) verhinderten nicht nur einen Einsatz in der vergangenen Spielzeit, auch in dieser Saison wird er nicht mehr spielen können. „Der Leistungsdruck in Münster ist nicht so extrem wie in den Leistungszentren. Dort wäre es wahrscheinlich schwieriger, nach einer Verletzung zurückzukehren“, freut sich der Seppenrader über die Rückendeckung der Preußen.

Über ihre Wünsche sind sich Marcio und Robin einig: „Man will so weit kommen, wie es geht, und möglichst das Hobby zum Beruf machen.“ Und Jonas würde, wenn es zur Profi-Laufbahn nicht reichen sollte, gerne etwas im medizinischen Bereich machen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7094098?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35335%2F
Stadt lässt erneut Grundstück von Kinderhauser Müllsammler räumen
Mann in Gewahrsam genommen: Stadt lässt erneut Grundstück von Kinderhauser Müllsammler räumen
Nachrichten-Ticker