Fußball: Bezirksliga 11
Ruhig Blut – Union Lüdinghausen und FC Nordkirchen rüsten ab

Lüdinghausen -

Am Sonntag, 14.30 Uhr, treffen in der Schlossgemeinde der FC Nordkirchen und Union Lüdinghausen aufeinander. In der jüngeren Vergangenheit endete dieses Duell oft unschön. Die Abteilungsleiter hoffen, dass es diesmal allein um den Sport geht.

Mittwoch, 04.12.2019, 18:38 Uhr aktualisiert: 04.12.2019, 18:54 Uhr
Fast immer gab es in der jüngeren Vergangenheit – mindestens – verbale Scharmützel, wenn Union Lüdinghausen und der FC Nordkirchen aufeinandertrafen.
Fast immer gab es in der jüngeren Vergangenheit – mindestens – verbale Scharmützel, wenn Union Lüdinghausen und der FC Nordkirchen aufeinandertrafen. Foto: flo

Als die WN, mit Blick auf das prestigeträchtige Bezirkliga-Derby zwischen dem FC Nordkirchen und Union Lüdinghausen (Sonntag, 14.30 Uhr), die beiden Fußball-Abteilungsleiter zu einer Art Friedensgipfel einladen wollten, überwog die Skepsis. David Handrup (FCN) äußerte die Sorge, dass mit jedem Bericht im Vorfeld zusätzliches Öl ins Feuer gegossen werde. Markus Bohr ( Union ) findet es „schade, dass man nicht einfach nur über Fußball berichten kann“.

Beide waren indes Zeuge der Aufeinandertreffen in den vergangenen beiden Spielzeiten, bei denen es insgesamt drei Mal gescheppert hatte. Und gerade angesichts der Jagdszenen, die sich zuletzt auf den Amateurplätzen abgespielt haben und inzwischen sogar den Kreis Coesfeld erreicht haben (ein Jugendpokal-Kick in Dülmen eskalierte letztens fürchterlich), sehen beide die Notwendigkeit, sich vor dem Nachbarschaftsduell eingehend mit dem Thema zu befassen.

Emotionen gern, Ausraster nicht

„Wir machen unseren Spielern und – soweit das möglich ist – den Besuchern eindrücklich klar, dass wir solche Szenen wie zuletzt kein weiteres Mal erleben wollen“, erklärt Handrup. Sein Lüdinghauser Kollege betont, „dass Gewalt auf dem Platz nichts verloren hat. Zumal da ja auch Kinder und Jugendliche unter den Zuschauern sind. Was ist das für eine verheerende Botschaft an den Nachwuchs, wenn die Erwachsenen Konflikte nicht friedlich lösen können?“ Auch er werde im Vorfeld des Nachbarschaftsduells versuchen, auf die Beteiligten im Union-Lager einzuwirken – und, falls doch nötig, frühzeitig vor Ort schlichten, sobald der nächste Knall drohe.

Rassige Zweikämpfe, findet Bohr, gehörten zu so einem Nachbarschaftsduell einfach dazu, Emotionen – im Rahmen – ebenfalls. Nur: Mitunter reiche „ein blöder Spruch“ im falschen Moment – und alle seien ruckzuck auf den Bäumen. Was ja eigentlich „ein Wahnsinn“ sei: „Funktionäre und Fußballer kennen sich doch seit Ewigkeiten. Viele standen in Diensten des einen wie des anderen Vereins, da gibt es etliche Freundschaften.“ FCN-Vorstandsmitglied Bernhard Melchers etwa sei damals sein Trainer bei Union gewesen. Der abschließende Wunsch des Lüdinghauser Abteilungschefs: „ein tolles Match am Sonntag. Und dass – egal, wie es am Ende ausgeht – nachher alle gemeinsam ein Bierchen trinken“.

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