Fußball: Bezirksliga 11
FC Nordkirchen vs. Union Lüdinghausen – Wie es wird, weiß der Wind

Lüdinghausen -

Am Sonntag, 14.30 Uhr, gastiert der SC Union Lüdinghausen beim FC Nordkirchen. Tobias Tumbrink will – wie immer – nichts dem Zufall überlassen. Nur ein klitzekleines Detail ist dem Union-Coach dabei durchgegangen.

Freitag, 06.12.2019, 18:40 Uhr aktualisiert: 08.12.2019, 22:15 Uhr
Sören Hellkuhl (r.) und Co. zeigten im März eine couragierte Vorstellung.
Sören Hellkuhl (r.) und Co. zeigten im März eine couragierte Vorstellung. Foto: flo

Tobias Tumbrink gilt als akribischer Arbeiter, der nichts dem Zufall überlässt. Es liegt also nahe, dass sich der Coach der Bezirksliga-Fußballer des SC Union Lüdinghausen vor dem Derby am Sonntag, 14.30 Uhr, beim FC Nordkirchen, auch damit befasst hat, wie stark und aus welcher Richtung der Wind weht. Oder? „Nee“, lacht der Trainer der Schwarz-Roten. Aber: „Guter Tipp.“

Man erinnere sich nur an den letzten Vergleich der Nachbarn im März: Da trug eine Böe den 90-Meter-Abschlag von FCN-Keeper Philipp Sandhowe geradewegs ins Lüdinghauser Tor. Kurz zuvor hatte Lucas Roters den Ball bei einem Rettungsversuch in größter Not ins eigene Tor befördert. Schon nach neun Minuten nahm das prestigeträchtige Duell damals also den erwarteten Gang. Dann jedoch geschah das Unerwartete: Der Underdog rappelte sich auf, agierte taktisch clever, wehrte sich mit großer Leidenschaft, kreierte Chancen im Überfluss – doch zu mehr als dem Anschlusstor (88./ Marius Grewe ) sollte es nicht reichen.

Gleiche Rollenverteilung

Nun also das Wiedersehen. An der Rollenverteilung hat sich wenig geändert: Nordkirchen ist Dritter und ex­trem heimstark, Lüdinghausen schwächelt insbesondere auswärts und rutschte am Vorsonntag ohne eigenes Zutun (die Partie gegen Stadtlohn fiel des schlechten Wetters wegen aus) in die tiefrote Zone ab. Alles klar also? Von wegen. „Wir werden nicht auf einem Abstiegsrang überwintern“, so Tumbrink. Darauf gebe er jedem „Brief und Siegel“.

Sicher dürfte der Union-Coach dabei das noch wichtigere Spiel sieben Tage drauf bei Mitbewerber Lippramsdorf im Kopf haben. Aber auch der (Ex?)-Titelanwärter bekomme nichts geschenkt. Ohne zu viel preiszugeben: Er und Co-Trainer Benedikt Vester hätten wieder was ausgeheckt. Mit dem 3:4:3-System der Unionisten – einem Spiegel der eigenen Grundordnung – kam der Favorit im Frühjahr überhaupt nicht zurande.

Mo Demir nach langer Pause zurück

Zusätzlicher Hoffnungsschimmer: Muhamed Demir, Lüdinghausens vielleicht bester Fußballer und eine wahre Autorität auf dem Platz, stehe nach längerer Pause wieder zur Verfügung. „Mo wird sicher nicht von Beginn an spielen, zumindest aber auf der Bank Platz nehmen“, erklärt Tumbrink. Zudem ist Patrick Voll rechtzeitig aus dem Urlaub zurück. Auch Vester sei ein Kandidat fürs Abwehrzentrum. Fehlen werden Omar Demir, Miguel Schürmann, Jonathan Krüger und Simon Homann (alle verletzt), Grewe ist angeschlagen.

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