Fußball: Bezirksliga 11
FCN gnadenlos – Union Lüdinghausen verliert 0:5

Nordkirchen -

Union Lüdinghausen hat das Nachbarschaftsduell beim FC Nordkirchen mit 0:5 (0:2) verloren. Klingt nach einer Abreibung, die es aber zumindest in Hälfte eins gar nicht war. Mit einem Mann im Union-Dress hatte niemand gerechnet.

Sonntag, 08.12.2019, 18:50 Uhr aktualisiert: 08.12.2019, 22:14 Uhr
Bester Unionist: Niklas Hüser, der hier mit Nordkirchens Fernando Manfredi (r.) um den Ball ringt.
Bester Unionist: Niklas Hüser, der hier mit Nordkirchens Fernando Manfredi (r.) um den Ball ringt. Foto: flo

Der erste Coup: Engin Yavuzaslan. Der zweite: Mit wie viel Mumm Union Lüdinghausen in den ersten 30 Derby-Minuten agierte. Weil aber die Tore – im Fußball immer noch das Wesentliche – auf Seiten der Gäste ausblieben und Favorit Nordkirchen fast mit jedem Angriff traf, stand unterm Strich die nächste happige Auswärtsklatsche der Schwarz-Roten. In Zahlen: 0:5 (0:2).

Abseitsverdacht

Dass der Tabellendritte angesichts der Brisanz der Begegnung ein Schiedsrichtergespann angefordert hatte, fand Tobias Tumbrink gut und richtig. Nur: „Dann sollte der Linienrichter auch im richtigen Moment die Fahne heben.“ Gleich zu Beginn hob er sie nach Ansicht des Union-Trainers im falschen Augenblick. Niklas Hüser, bester Lüdinghauser, traf zum vermeintlichen 0:1. Doch der Referee gab das Treffer nicht, weil sein Assistent den Offensivmann der Gäste bei besagter Aktion im Abseits wähnte. Beim 1:0 (29.) auf der Gegenseite blieb der Arm des Linesman dagegen unten – und das, obwohl Schütze Joachim Mrowiec bei Simon Mors’ Kopfballverlängerung „locker zwei Meter näher am Tor war als unser letzter Mann“, so Tumbrink.

Nicht, dass der Trainer der Besucher die Schuld an der Niederlage auf den Unparteiische und dessen beiden Helfer abwälzen wollte: „Dafür war Nordkirchen vor dem Tor einfach zu gut und zu abgezockt.“ Aber? „Ich denke schon, dass das Match eine andere Wendung nimmt, wenn wir hier in Führung gehen.“ Hüsers annullierter Treffer war ja nicht die einzige Union-Chance in Hälfte eins. Nils Husken zwang FCN-Keeper Philipp Sandhowe nach Hüser-Flanke zu einer Glanztat, Patrick Voll köpfte einen weiteren Kopfball nach Yavuzaslan­Ecke vorbei.

Yavuzaslan-Einstand

Apropos Yavuzaslan, den Kumpel Tumbrink aus dem Hut gezaubert hatte. Der 38-Jährige, in über 250 Ober- und NRW-Ligapartien erprobt, forderte bei jeder Gelegenheit den Ball und versuchte dem Spiel der Lüdinghauser Struktur zu verleihen – was in Ansätzen auch ganz ordentlich klappte. Trotzdem habe er sich „den Einstand anders vorgestellt“, so der Mann, der Eintracht Coesfeld in der Vorsaison als Spielertrainer zur souveränen Meisterschaft geführt hatte. Der Cleverness der Hausherren, die die hoch verteidigenden Lüdinghauser drei weitere Male gnadenlos auskonterten und ein Mal vom Punkt erfolgreich waren, hatte auch Yavuzaslan wenig entgegenzusetzen.

Union: Fabry – Martel, Voll, Placzek, Pächer (56. F. Hüser) – Weimer (56. Grewe), Yavuzaslan, Görlich, N. Hüser – Camara (72. M. Demir), Husken (56. Roters). Tore: 1:0 Mrowiec (29.), 2:0 Schwick (36.), 3:0 Mors (49.), 4:0 Fricke (73./FE), 5:0 Närdemann (82.). Bester Spieler: N. Hüser.

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