Fußball: Bezirksliga 11
Ballmagnet aus der Kiste: Engin Yavuzaslan

Lüdinghausen -

Auch wenn das Ergebnis – 0:5 (0:2) in Nordkirchen – nicht ganz nach seinem Geschmack war: Debütant Engin Yavuzaslan traut Union Lüdinghausen eine Menge zu. Die eigene Zeit bei den Schwarz-Roten könnte indes schon am Sonntag enden.

Montag, 09.12.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 09.12.2019, 18:05 Uhr
Geschmeidiger Stratege: Hier schüttelt Engin Yavuzaslan (l.) FCN-Mann Tim Bröer ab.
Geschmeidiger Stratege: Hier schüttelt Engin Yavuzaslan (l.) FCN-Mann Tim Bröer ab. Foto: Levenig

Nicht wenige der mitgereisten Lüdinghauser Fans rieben sich verwundert die Augen. Wer denn bloß dieser nicht mehr ganz so junge Mann sei, der sich trotz seiner 38 Jahre so geschmeidig bewegte und vom Anpfiff weg das Union-Spiel an sich zu reißen versuchte? Bescheid wussten zunächst nur ein paar Eingeweihte: Engin Yavuzaslan heißt der Mann, der wie Kai aus der Kiste gekommen war und seinen Teil dazu beitrug, dass das Bezirksligaderby in Nordkirchen zumindest in der ersten halben Stunde eine ziemlich offene Angelegenheit war.

Yavuzaslan forderte in der Zentrale praktisch jeden Ball und ließ sich nur selten von den pfeilschnellen FCN-Angreifern stressen. Wieso auch? Der Mann kann schließlich eine noch beeindruckendere Vita vorweisen als die Individualkönner aus der Schlossgemeinde, sieht man mal von Ex-Zweitligamann Benjamin Siegert ab. 153 Oberligapartien hat der Mittelfeldakteur für Germania Gladbeck, die Spielvereinigung Erkenschwick und den VfL Bochum 2 bestritten, dazu trug er in 101 NRW-Liga-Matches den Dress des VfB Hüls. Zuletzt hatte Yavuzaslan Eintracht Coesfeld als Spielertrainer zur Bezirksligameisterschaft und dem Sieg im Kreispokal geführt.

Fünf Jahre an der Castroper Straße

Weil die Eintracht aber anschließend freiwillig zwei Klassen abstieg, stand der „Ballmagnet“ (Union-Coach Tobias Tumbrink ) nicht mehr zur Verfügung. Anzumerken war dem drahtigen Sechser die fehlende Praxis nicht. „Ich habe mich bei der Traditionself der Bochumer fitgehalten“, erklärt der Enddreißiger. Fünf Jahre hat er an der Castroper Straße verbracht, oft genug habe die Zweite gemeinsam mit den Profis trainiert.

Dass im Derby das Timing ein, zwei Mal fehlte, erklärt Yavuzaslan damit, dass für mehr als ein, zwei Übungseinheiten keine Zeit war. Was er von den Schwarz-Roten hält? „Das sind alles gute Jungs, die nur in Drucksituationen manches Mal den Kopf verlieren.“

Das Engagement am Westfalenring, das der Routinier als „reinen Freundschaftdienst“ (Tumbrink und er sind einander seit Jahren zugetan) bezeichnet, ist zunächst auf zwei Partien angelegt. Überraschen kann Yavuzaslan am Sonntag in Lippramsdorf also allenfalls die Gastgeber, nicht aber die Union-Anhänger.

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