Fußball: Davertpokal
Die Budenzauberer – Bülskämper, Heubrock und Co. in ihrem Element

Ascheberg -

Hendrik Heubrock (VfL Senden) könnte am Sonntag Davertpokalgeschichte schreiben. Nie zuvor war jemand drei Mal bester Turnierspieler. Über eine andere Trophäe würde sich der Ascheberger indes noch mehr freuen.

Donnerstag, 02.01.2020, 19:00 Uhr
Zwei Mal zum besten Spieler gekürt: Ralf Bülskämper (r.).
Zwei Mal zum besten Spieler gekürt: Ralf Bülskämper (r.). Foto: rau

Auch bei der 34. Auflage des Hallenspektakels schlägt wieder die Stunde der Trickser, der Ballschmeichler, der Edeltechniker. Gesucht wird nämlich nicht nur ein neuer Titelträger. Seit 1991 werden an der Nordkirchener Straße zudem die besten Einzelkönner ausgezeichnet. Vier Mann lagen in dieser von den WN präsentierten Sonderwertung gleich zwei Mal vorn: Ralf Bülskämper (1995/2003), die Davensberger Lars Anfang (1999/2001) und Oliver Marin (2005/2008) sowie Hen­drik Heubrock (2016/2019).

Bülskämper, der zuletzt im Freien bei seinem Stammverein BW Ottmarsbocholt groß auftrumpfte, könnte also am Wochenende zum dritten Mal bester Spieler werden. Oder? „Nee“, winkt der Oldie ab, „mit 47 Jahren brauche ich das echt nicht mehr.“ Technik und Auge seien zwar auch im fortgeschrittenen Fußballeralter noch hinreichend vorhanden. Aber die Geschwindigkeit habe mit den Jahren etwas gelitten: „Zwei, höchstens drei Sekunden nach einem Ballgewinn erfolgt der Abschluss. Da musst du topfit sein.“

Goldene Union-Ära

Neben einer feinen Ballbehandlung und dem nötigen Grundtempo seien auch Handlungsschnelligkeit und das richtige Antizipieren von Vorteil, wolle man in dieser Kategorie ganz vorn landen. Wobei: 2003, da stand Büls­kämper in Diensten des Turniersiegers Lüdinghausen, „hätte im Grunde jeder diese Auszeichnung verdient gehabt“, findet der Routinier. Freddy Nolte, Torsten Schnaase, Christoph Wisse, Emil Schwick, Thorsten Janning: „Die konnten alle richtig gut in der Halle zocken.“

Da man den BWO-Mann diesmal allenfalls als Zuschauer erleben kann, hat nur Heubrock (25) die Chance, am Wochenende Davertpokalgeschichte zu schreiben. Vor vier Jahren, als er noch für den TuS kickte, nahm der versierte Mittelfeldmann des VfL Senden ebenso die WN-Trophäe in Empfang wie Anfang 2019 – „für mich als Ascheberger eine besondere Ehre“, hatte Heubrock nach dem neuerlichen Triumph vor zwölf Monaten erklärt. Statt des kleinen Pokals würde er aber lieber gemeinsam mit den Teamkollegen den großen in Empfang nehmen: „Senden war in den vergangenen Jahren so oft knapp davor, das Turnier zu gewinnen. Ich finde, wir sind einfach mal dran.“ Wieso er unterm Dach so viel häufiger treffe als auf dem Rasen? „Vielleicht ja deshalb, weil einem in der Halle deutlich weniger Zeit zum Nachdenken bleibt.“

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