Fußball: Davertpokal
Gleiche Prozedur wie jedes Jahr? – SV Herbern wie immer Top-Favorit

Ascheberg -

Von Freitag bis Sonntag steigt an der Nordkirchener Straße die 34. Auflage des so prestigeträchtigen Hallenturniers. Vorjahresfinalist SV Herbern kann erneut auf Julian Trapp zurückgreifen. Für die Fans der Blau-Gelben ist das nicht die einzige gute Nachricht.

Donnerstag, 02.01.2020, 19:00 Uhr
Zwei, die in der Halle den Unterschied machen können: SVH-Mann Fabian Vogt (l.) und der Lüdinghauser Niklas Hüser.
Zwei, die in der Halle den Unterschied machen können: SVH-Mann Fabian Vogt (l.) und der Lüdinghauser Niklas Hüser. Foto: flo

Ob er, als Spieler des SV Davaria Davensberg , mal den Davertpokal gewonnen habe? „Kann sein“, kramt Martin Ritz in seinem Langzeitgedächtnis, „muss aber schon 100 Jahre her sein.“ Als Coach, mit dem TuS Ascheberg, würde Ritz natürlich nach so langer Durststrecke ebenfalls gern triumphieren. Zumal der TuS den beliebten Budenzauber an der Nordkirchener Straße diesmal ausrichtet. Nur: „Wir sind krasser Außenseiter. Zwar haben alle Bock. Aber uns fehlen die klassischen Indoor-Spezialisten.“ Ein solcher ist zweifelsfrei Yannick Westhoff, der aber verletzungsbedingt passen muss. Also sollen es andere, zumeist Jüngere richten. Laut Ritz das Ziel: die Vorrunde am heutigen Freitag ab 18 Uhr zu überstehen. Was bei zwei Bezirks- (Wethmar, Lüdinghausen) und einem Top-B-Ligisten (Ottmarsbocholt) als Gegner schwer genug werde.

TuS Außenseiter, Union verjüngt

Ritz glaubt, dass schon dem ersten Spiel gegen Union (18.40 Uhr) vorentscheidende Bedeutung zukomme. Lüdinghausens Co-Trainer Benedikt Vester (vertritt Chefcoach Tobias Tumbrink) sieht das ähnlich: „In einer so ausgeglichenen Gruppe kann es passieren, dass selbst sechs Punkte fürs Weiterkommen nicht reichen. Da hast du nach einer Niederlage in der Auftaktpartie ziemlich schlechte Karten.“ Bei den Schwarz-Roten sind mit Blick auf die ungleich wichtigere Meisterschaft jene außen vor, die zuletzt angeschlagen oder verletzt waren. Vester bietet eine Art U 21 auf, ergänzt um Routiniers wie Marius Grewe oder Dmitrij Martel.

Und damit zum SV Herbern, neben Titelverteidiger Münster 08 2, Landesligarivale VfL Senden sowie dem FC Nordkirchen, bei dem etliche ehemalige Blau-Gelben kicken, erster Anwärter auf die Hallenkrone. „Die Jungs sind heiß wie eh und je“, durfte Coach Holger Möllers feststellen. Am Neujahrstag hat der SVH am Berg Fidel eine Übungseinheit absolviert. Um die zwölf Mann hätten Interesse bekundet, „ein, zwei werde ich leider streichen müssen“.

SVH-Quartett außen vor

Definitiv nicht dabei sind die Sabe-Brüder Vincent und Eric, Basti Schütte sowie Michael Schulte (alle gesundheitlich vorbelastet). Herbern, das in den vergangenen fünf Jahren drei Mal triumphierte, würde im Falle eines neuerlichen Triumphes zu Rekordchampion Davensberg (zehn Siege) aufschließen.

Möllers persönliche Erfolgsliste ist ähnlich lang. Als Spieler und Trainer des SVH gewann er den Pott ebenso wie als Coach des TuS (2014). Seine Mannen treffen am morgigen Samstag in Gruppe C ab 16 Uhr auf Bezirksligist Albachten, den VfB Lünen (Kreisliga A) und den B-Liga-Zweiten TuS Hiltrup 2.

Trapp bleibt bis zum Saisonende

Dass Wahlamerikaner Julian Trapp den Weihnachtsbesuch in der Heimat nutzt, um seinen Ex-Klub SV Herbern beim Davertpokal zu unterstützen, ist schon guter Brauch. Neu ist in diesem Jahr, dass der wuchtige Offensivmann den Blau-Gelben nicht nur am Wochenende zur Verfügung steht. „Da sein College-Team in der Liga bereits ausgeschieden ist, bleibt uns Trappi mindestens bis zum Sommer erhalten“, freut sich SVH-Coach Holger Möllers.

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