Basketball: Landesliga 7
Klassenkampf klare Kopfsache – Union Lüdinghausen vs. UBC 3

Lüdinghausen -

Für den Kapitän und Dauerbrenner von Union Lüdinghausen, Leo Schulze Pals, ist das Kellerduell am Sonntag, 18 Uhr, gegen den UBC Münster 3 „richtungsweisend“. Ab sofort verstärkt ein junger, alter Bekannter die Steverstädter im Abstiegskampf.

Donnerstag, 30.01.2020, 18:50 Uhr aktualisiert: 31.01.2020, 20:40 Uhr
Leo Schulze Pals (M.) macht sich seit zehn Jahren für Union lang. Alex Grudev (kl. Bild) kehrt am Sonntag aus Werne zurück.
Leo Schulze Pals (M.) macht sich seit zehn Jahren für Union lang. Alex Grudev (kl. Bild) kehrt am Sonntag aus Werne zurück. Foto: flo

Vor gut einem halben Jahr haben sich die Basketballer des SC Union Lüdinghausen , obschon sportlich gerettet, freiwillig aus der Oberliga verabschiedet. Die Gründe sind bekannt, zu viele Leistungsträger wie Hannes Fink , Alex Grudev oder Florian Surmann hatten den Klub im Sommer verlassen. Die Idee war, mit den wenigen verbliebenen Routiniers und ein paar vielversprechenden Talenten eine Etage tiefer eine Art Neuanfang zu wagen. Laut Leo Schulze Pals „ohne den ganz großen Druck – weil wir dachten, wir würden uns irgendwo im gesicherten Mittelfeld einsortieren. Eigentlich ist die Landesliga für unser Vorhaben, die Jüngeren an das Niveau bei den Senioren heranzuführen, wie gemacht.“

Betonung auf eigentlich. Denn nach zehn Niederlagen bei nur drei Siegen droht direkt der nächste, diesmal gänzlich ungewollte Abstieg. Nicht, dass die Lüdinghauser in den meisten Partien chancenlos wären. Etliche Matches verlor das Team erst in der sogenannten Crunch­time. Laut Kapitän Schulze Pals vor allem ein Kopfproblem: „Wir haben in diesen Begegnungen oft vorn gelegen. Was beinahe zwangsläufig dazu führt, dass du fünf Prozent weniger gibst. Während das Team, das von hinten kommt, durchgehend 100 Prozent bringt – und dich am Ende doch noch überholt. Dann noch mal selbst eine Schüppe draufzulegen, ist beinahe aussichtslos.“

 

Grudev aus Werne zurück

Ein zweiter Nachteil: Weil die Unionisten bei eigenem Ballbesitz fast immer Felix Wentzel und ihn, die langen Brettspieler also, suchten, „ist unser Spiel für den Gegner relativ leicht auszurechen“, so der 31-Jährige. Was fehle, sei ein guter Distanzschütze. Präziser: fehlte. Alex Grudev, der 2019 zum Zweitregionalligisten Werne gewechselt war, dort aber kaum zum Zuge kam, verstärkt den Ex-Verein ab sofort im Abstiegskampf. „Alex hat in Werne an seinen Dreipunktwürfen gefeilt, das kommt uns hoffentlich in den nächsten Wochen zugute.“ Auch von die Spielübersicht des erst 19-jährigen Guards dürfte Union profitieren.

Bereits am Sonntag (2. Februar), 18 Uhr, feiert Grudev sein Comeback – wahrlich kein schlechter Zeitpunkt, gastiert doch mit dem punktgleichen UBC Münster 3 ein weiteres Kellerkind in der Halle der Realschule. Schulze Pals nennt die Partie „richtungsweisend“, warnt aber zugleich: Münster habe zuletzt zwei von drei Spielen gewonnen und reise mit einer extrem erfahrenen Combo an.

Sollte es nichts werden mit dem vierten Saisonsieg und Union am Ende gar den Klassenerhalt verpassen: Würde dann alles in Lüdinghausen zusammenbrechen? „Kann ich mir nicht vorstellen. Natürlich steigt niemand gern ab. Aber ich werde so oder so bleiben“, erklärt der neben Hendrik Bücker Dienstälteste im Kader. Und der langjährige Cheftrainer Georg Kremerskothen, der bereits vor der Spielzeit mit einem Abschied geliebäugelt hatte? „Momentan“, lacht Schulze Pals, „fragt sich der Trainer bestimmt, wieso er sich das ein weiteres Jahr angetan hat. Aber am Ende der langen Sommerpause lässt er sich dann eh wieder breitschlagen.“

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