Badminton: DM
„Da konnte ja nichts schiefgehen“ – Li/Efler siegen

Bielefeld -

Kaum zwei Stunden nach ihrem Triumph im Einzel gewann Yvonne Li auch das Doppel an der Seite von Linda Efler. Den Matchplan setzten die beiden Damen von Union Lüdinghausen nahezu perfekt um.

Sonntag, 02.02.2020, 22:48 Uhr aktualisiert: 03.02.2020, 13:37 Uhr
Gaben in der Doppel-Konkurrenz nicht einen einzigen Satz ab: Linda Efler (l.) und Yvonne Li.
Gaben in der Doppel-Konkurrenz nicht einen einzigen Satz ab: Linda Efler (l.) und Yvonne Li. Foto: flo

„Der Druck bei mir war vielleicht ein bisschen größer“, meinte Linda Efler . Union-Kollegin und DM-Aushilfspartnerin Yvonne Li (war für die erkrankte Saarbrückerin Isabel Herttrich eingesprungen) hatte zu dem Zeitpunkt das Einzel-Gold ja schon in der Tasche. Da mochte die zweite Lüdinghauserin natürlich nicht zurückstehen. Zumal sie im Vorjahr in Bielefeld gleich zwei Mal – im Doppel und im Mixed – triumphiert hatte. Doch die Sorge, diesmal leer auszugehen, war gänzlich unbegründet: Efler/Li bezwangen im Finale Kilasu Ostermeyer/Franziska Volkmann (Refrath/Bischmisheim) souverän mit 21:18 und 21:10.

„Wir hatten einen Plan“, verriet Efler nach dem phasenweise recht einseitigen Endspiel. Und zwar? „Kilasu und Franziska bevorzugen die langen, mittelschnellen Ballwechsel. Deshalb haben wir versucht, das Tempo hochzuhalten.“ Was anfangs noch nicht so gut funktioniert habe: „Der erste Satz war eine etwas zittrige Angelegenheit.“ Doch mit zunehmender Dauer setzte das Union-Paar die Kontrahentinnen immer mehr unter Druck.

Kein Kräfteverschleiß bei Li

Bemerkenswert: Wie sich Li im Vergleich mit den drei reinen Doppel- und Mixed-Spezialistinnen auf dem Court schlug. „Yvonne bringt eine solche Spielfreude mit. Und sie war total motiviert. Da konnte praktisch gar nichts schiefgehen“, freute sich Efler. Keine Angst, dass nach dem Dreisatzspiel zuvor im Einzel gegen Fabienne Deprez irgendwann die Kräfte schwinden würden? „Nö“, lacht Li, „wenn der Motor einmal läuft, dann läuft er.“ Schon an den Vortagen hatte man ihr das zusätzliche Pensum nicht angemerkt, ohne Satzverlust waren die Unionistinnen durchs Feld gepflügt.

Im Mixed, das sie mit Jan Colin Völker anstelle des angeschlagenen Saarbrückers Marvin Seidel bestritt, gab es für Efler ein weiteres Mal Edelmetall: Bronze. Im Halbfinale unterlagen die Lüdinghauserin und der Refrather den späteren Siegern Jones Jansen (Wipperfeld)/Ostermeyer mit 16:21 und 12:21. „Ich fand’ uns in dem Spiel gar nicht mal schlecht. Aber man hat halt gesehen, dass Jones und Kilasu – anders als Jan Colin und ich – extrem eingespielt sind“, so Efler abschließend.

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