Fußball: Bezirksliga 11
Mehr Gelassenheit, bitte – Union Lüdinghausen vs. SF Merfeld

Lüdinghausen -

Union Lüdinghausen hat am Sonntag, 15 Uhr, die Sportfreunde Merfeld zu Gast. Die erste Partie nach der Winterpause hat laut Union-Coach Tobias Tumbrink richtungsweisenden Charakter – und zwar in mehrfacher Hinsicht.

Freitag, 07.02.2020, 18:10 Uhr aktualisiert: 07.02.2020, 18:28 Uhr
Im Fokus: Union-Coach Tobias Tumbrink. Am Sonntagnachmittag haben seine Mannen die Sportfreunde Merfeld zu Besuch.  
Im Fokus: Union-Coach Tobias Tumbrink. Am Sonntagnachmittag haben seine Mannen die Sportfreunde Merfeld zu Besuch.   Foto: flo

Dass ein positiver Start nach mehrwöchiger Pause wichtig ist, gilt fast schon als Binse. Für Fußball-Bezirksligist Union Lüdinghausen ist die Partie am Sonntag, 15 Uhr, gegen Merfeld aber tatsächlich von enormer Bedeutung. Erstens wegen der kritischen Tabellensituation, zweitens wegen der Entscheidung von Tobias Tumbrink , den Verein im Sommer zu verlassen. Über beides hat unser Redaktionsmitglied Florian Levenig mit dem Coach gesprochen.

 

Der Wetterdienst hat für Sonntag eine Sturmwarnung ausgegeben. Die würde man sich auch von Ihren Schützlingen wünschen, keine Mannschaft in der Liga trifft so selten.

Tumbrink: Stimmt, 18 Tore sind ausbaufähig. Ich bin aber guter Dinge, dass das in der Rückrunde besser wird. Nils Husken hat zuletzt wieder regelmäßig trainiert. Sven Görlich, der in der Hinrunde oft im defensiven Mittelfeld aushelfen musste, spielt jetzt weiter vorn – und wir haben mit Max Schmidt einen A-Jugendlichen in der Hinterhand, der in den Testspielen bereits getroffen hat.

Wird der nicht in der U 19 gebraucht, die ja noch Aufstiegsambitionen hegt?

Tumbrink: Definitiv. Wir werden Max sicher nicht verheizen und ihn nur nach Rücksprache mit den A-Jugend-Trainern bringen. Er wird aber – wie Felix Pickenäcker – am Sonntag im Kader stehen.

Die Vorbereitung stimmt Sie zuversichtlich, richtig?

Tumbrink: Das ist so. Gerade die Testspiele gegen Preußen Münster 2, den VfL Senden und die SG Selm haben viele positive Erkenntnisse gebracht.

Zum Beispiel?

Tumbrink: Dass wir nicht mehr so hoch anlaufen, sondern über eine stabile Defensive zu Ballgewinnen kommen und schnell umzuschalten versuchen.

46 Gegentreffer: Noch so eine Baustelle.

Tumbrink: Wobei man nicht vergessen darf, dass mit Mo Demir, Jonathan Krüger oder Miguel Schürmann wichtige Abwehrleute lange gefehlt haben, die nun wieder fit sind. Leider ist Patrick Voll aktuell verhindert und Kevin Pächer verletzt.

Gibt es weitere Ausfälle?

Tumbrink: Lucas Roters fällt studienbedingt sieben Wochen aus, Nils Weimer ist krank. Ansonsten sind wir am Sonntag komplett.

Beim 2:0 in Merfeld gab’s die bis dato einzigen Auswärtszähler – erstaunlich, die Sportfreunde stehen als Fünfter blendend da.

Tumbrink: Merfeld mag nicht die überragenden Einzelkönner haben, überzeugt aber immer als Kollektiv. Und mit Manfred Wölpper steht ein ganz ausgebuffter Mann an der Seitenlinie.

Was spricht für einen neuerlichen Union-Sieg?

Tumbrink: Ganz klar unsere Heimstärke. Wir haben zuhause nur gegen Vreden 2 verloren – und selbst das war ziemlich unnötig.

Ein Sieg würde auch den Rummel um Ihre Person abschwächen.

Tumbrink: Ich fürchte, ein Sieg reicht da nicht (lacht). Im Übrigen: Andere Klubs, die unten stehen, wechseln im Sommer ebenfalls den Trainer. Thematisiert wird das komischerweise nur in Lüdinghausen.

lacht

Union bewegt.

Tumbrink: Das ist ja auch absolut positiv. Aber ich würde mir in dieser Sache etwas mehr Gelassenheit wünschen. Ich kann nur jedem versichern, dass ich bis zum letzten Spieltag alles geben werde, damit wir den Klassenerhalt schaffen.

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