Tischtennis: NRW-Liga
Kein Abschied für immer – Julian Ruprecht verlässt Union Lüdinghausen

Lüdinghausen -

Julian Ruprecht (Union Lüdinghausen) schließt sich im Sommer dem Regionalligisten SF Oesede (nahe Osnabrück) an. Der Wechsel hat ganz praktische Gründe. In der Steverstadt sieht man den Entschluss mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Montag, 10.02.2020, 19:32 Uhr aktualisiert: 11.02.2020, 19:22 Uhr
Steigt im Sommer zwei Klassen auf: Unionist Julian Ruprecht.
Steigt im Sommer zwei Klassen auf: Unionist Julian Ruprecht. Foto: chrb

Ob Tischtennis-NRW-Ligist Union Lüdinghausen die Klasse hält, ist völlig offen. Fest steht dagegen seit dem Wochenende, dass Julian Ruprecht , die Nummer eins der Steverstädter, im Sommer zwei Ligen höher zum Einsatz kommt. Den 22-Jährigen zieht es in der kommenden Saison zum niedersächsischen Regionalligisten SF Oesede (bei Osnabrück).

Er habe „hart mit sich gerungen“, erklärt Ruprecht. Eben weil er von Kindesbeinen an Unionist und dem Verein „extrem verbunden“ sei. Weil er aber den Lebensmittelpunkt nach Osnabrück verlegt habe, sei die Entscheidung beinahe alternativlos. Ruprecht arbeitet dort 20 Stunden als Finanzwirt, studiert BWL – und trainiert seit geraumer Zeit in Oesede. Zudem leitet er am Landesstützpunkt der Sportfreunde an zwei Abenden in der Woche den Nachwuchs an.

Junge Mannschaft mit Potenzial

Und: Die Truppe habe Potenzial, fast alle Teamkollegen sind in einem ähnlichen Alter. Würde er diesen Schritt jetzt nicht wagen, „dann wäre das Thema vermutlich für immer durch“. Den Zwei-Klassen-Aufstieg traue er sich zu, in der Regionalliga wird Ruprecht wohl an Brett vier oder fünf aufschlagen.

In Lüdinghausen löst der nahende Abschied des Spitzenmannes gemischte Gefühle aus. Papa Stefan ist natürlich „mächtig stolz, dass Juli diese Chance bekommt. Wenngleich er für Union kaum zu ersetzen sein wird.“ Ob sich der Klub nach einem externen Ersatz umschauen oder die erste Mannschaft mit alten Haudegen aus der Reserve wie Marek Kurzepa auffüllt, sei noch unklar. So oder so: „Da im Zuge der Spielklassenreform eine NRW-Liga-Staffel wegbricht, wird es 2021 fast noch schwerer, die Klasse zu halten“, weiß Stefan Ruprecht.

Der Sohnemann wird derweil „alles dafür tun, mich mit dem Ligaverbleib zu verabschieden“. Dass ihm die Teamkollegen im Rahmen der Auswärtspartie am Sonntag in Fröndenberg alle zu dem bevorstehenden Vereinswechsel gratuliert hätten, mache ihm den Abschied „etwas leichter“. Und eines steht laut Vater Ruprecht eh fest: „Dass Juli früher oder später nach Lüdinghausen zurückkehrt.“

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