Badminton: Team-EM
Schäfer wehrt sich nach Kräften, Li und Efler im Halbfinale

Lüdinghausen/Liévin -

Die deutschen Männer waren im Viertelfinale gegen Dänemark wie erwartet chancenlos. Unionist Kai Schäfer wehrte sich im Duell mit Superstar Viktor Axelsen nach Kräften. Vier weitere Lüdinghauser spielen am Wochenende um die Medaillen.

Freitag, 14.02.2020, 19:22 Uhr aktualisiert: 14.02.2020, 20:10 Uhr
Begegnete Dänemarks Superstar Viktor Axelsen phasenweise auf Augenhöhe: Kai Schäfer.
Begegnete Dänemarks Superstar Viktor Axelsen phasenweise auf Augenhöhe: Kai Schäfer. Foto: C. Pauli/DBV

In seiner Jugend hat Kai Schäfer ein paarmal bei internationalen Vergleichswettkämpfen gegen Viktor Axelsen gespielt. Und? „Verloren. Immer.“ Schon damals war erkennbar, dass der Däne mit einem außergewöhnlichen Talent gesegnet ist. Heute ist Axelsen ein Superstar, Badminton-Millionär und der nach dem derzeit verletzten Japaner Kento Momota beste Spieler auf dem Planeten.

So gesehen hat sich der Lüdinghauser beim ersten Wiedersehen auf Senioren-Ebene mehr als achtbar aus der Affäre gezogen. Im Viertelfinale der Team-EM im nordfranzösischen Liévin unterlag Schäfer Axelsen zwar mit 13:21 und 14:21, gestaltete das Match aber zu Beginn beider Durchgänge überraschend offen. Ganz zufrieden war der Unionist indes nicht: „Phasenweise war es gut. Ich bin aber ein bisschen sauer auf mich selbst. Solange ich klar war, war das Spiel offen. Wenn ich die Dinge, die ich mir vorgenommen hatte, umgesetzt hätte, wäre es mindestens ein 50:50-Spiel gewesen.“

Li und Efler vs. Torrance

Trotzdem: Niemand im deutschen Lager wird ernsthaft mit einem Weiterkommen gerechnet haben. „Das ist schlicht Lospech“, hatte DBV-Martin Kranitz gleich nach der Auslosung bekannt. Die Dänen sind auf dem Kontinent praktisch unschlagbar. Jeder anderen Mannschaft wären Schäfer und Co. auf Augenhöhe begegnet. Ärgerlich: Die Team-WM Mitte Mai im dänischen Aarhus haben Deutschlands Männer, die so souverän durch die Gruppenphase marschiert waren, durch das 0:3 gegen den Top-Favoriten verpasst.

Dass die Weltmeisterschaft trotzdem nicht ohne Lüdinghauser Beteiligung steigt, dafür hatten zuvor die DBV-Damen gesorgt, die in der Runde der letzten Acht Ungarn mit 3:0 ausschalteten. Unionistin Yvonne Li blieb auch in ihrem vierten Einzel in Liévin ohne Satzverlust. Nach 30 Minuten war der Sieg über Laura Sarosi (21:7, 21:12) fix. „Obwohl es am Ende deutlich war, waren viele Ballwechsel umkämpft. Es war ganz schön anstrengend“, gestand die Deutsche Meisterin.

Linda Efler und Isabel Herttrich (Bischmisheim) mussten nicht mehr ran, da der Erfolg bereits nach den Einzeln feststand. In der Vorschlussrunde treffen die Lüdinghauserinnen am Samstag – fast sensationell – auf eine Teamkollegin: Ciara Torrance. Das schottische Team um die Neu-Unionistin, das in der Gruppenphase schon Mitfavorit Spanien ausgeschaltet hatte, bezwang am Freitag die an Nummer zwei gesetzten Russinnen mit 3:0. Ebenfalls im Halbfinale steht Jelle Maas. Der Niederländer in Diensten des hiesigen Bundesligisten und seine Kollegen warfen in der ersten K.o.-Runde England nach einem packenden Match mit 3:2 raus und treffen nun auf Gastgeber Frankreich.

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