Fußball: Bezirksliga 11
Gar nicht so sensationelle Sensation – Union Lüdinghausen siegt

Lüdinghausen -

Was für ein Coup: Kellerkind Union Lüdinghausen hat Titelanwärter SuS Stadtlohn mit 1:0 (0:0) bezwungen. Der Sieg war in jeder Hinsicht verdient – und hätte sogar noch höher ausfallen können.

Samstag, 22.02.2020, 15:02 Uhr aktualisiert: 23.02.2020, 20:52 Uhr
Nicht nur seines Treffers wegen war Marius Grewe (r.), hier im Duell mit dem Stadtlohner Kevin Mantahari Meise
Nicht nur seines Treffers wegen war Marius Grewe (r.), hier im Duell mit dem Stadtlohner Kevin Mantahari Meise Foto: Leon Sicking

Nach zwei knappen 0:1-Pleiten, die Union Lüdinghausen zuletzt verdauen musste, kam am Samstag zu ungewohnt früher Zeit der Bezirksliga-Tabellenzweite SuS Stadtlohn zum Westfalenring. Ein „Bonusspiel“, wie Union-Trainer Tobias Tumbrink vor der Partie gesagt hatte. Den maximalen Bonus ergatterten sich die Unionisten aber überraschenderweise mit einer extrem engagierten Leistung und dem 1:0 (0:0)- Erfolg.

Nach zehn Minuten war klar, dass der Gastgeber sich keinesfalls verstecken wollte. Nicht nur die defensiven, auch die offensiven Spieler in Rot-Schwarz warfen sich beherzt in jeden Zweikampf. Es entwickelte sich eine sehr intensive Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Union versuchte mit einer Fünferkette die rasanten Angriffe der Gäste abzuwehren. Die Außenverteidiger schnellten bei Ballgewinn mit nach vorn und sorgten über die Flügel für Gefahr. „Wir wollten das gegen diesen starken Gegner ausprobieren. Dass es so gut klappen würde, hätte ich auch nicht gedacht“, freute sich Tumbrink nach der Partie.

Hellkuhl verpasst das 1:0, Grewe nicht

In der stärksten Phase von Stadtlohn, Mitte der ersten Halbzeit, merkte man, dass das kein Selbstläufer in Lüdinghausen werden würde. Die extrem aufmerksame Abwehr schob den Gästeangreifern immer wieder einen Riegel vor, und ein starker Niklas Hüser sorgte immer wieder für Gefahr auf der anderen Seite.

Zu Beginn der zweiten Hälfte dann die Riesengelegenheit für Union, in Führung zu gehen: Sören Hellkuhl lief plötzlich frei auf Stadtlohns Schlussmann zu, hatte aber wohl zu viel Zeit zum Nachdenken und setzte den Ball knapp neben den linken Pfosten. Diese Chance kam allerdings nicht von irgendwoher. Lüdinghausen spielte jetzt sehr guten Fußball, hatte sogar mehr Spielanteile als der haushohe Favorit und die klar besseren Torgelegenheiten.

In der 55. Minute spielte Niklas Hüser den Ball auf den links eingelaufenen Marius Grewe, der mit einem leicht abgefälschten Schlenzer den Torhüter zum 1:0 überwand. Zum Ende hin drückte der Gast nochmal etwas, ohne aber wirklich Gefahr auszustrahlen. Damit war die Sensation perfekt, auch wenn das Ergebnis angesichts des Spielverlaufs alles andere als unverdient oder überraschend war. „Das war ein riesiges Lebenszeichen der Mannschaft“, brachte es Tumbrink auf den Punkt.

Union:Fabry – Martel, Schürmann, Demir, Flake, Grewe (88. Weimer) – Roters, Görlich, Hellkuhl – F. Hüser (64. Camara (92. Placzek)), N. Hüser (91. Tafolli).Tore:1:0 Grewe (55.).Beste Spieler:Grewe, Demir, Schürmann, N. Hüser, Roters, Flake.

Union:Tore:Beste Spieler:
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