Badminton: Turnierabsage
Keine German Open in Mülheim

Lüdinghausen -

Kommune und Veranstalter haben die German Open in Mülheim, das einzige Turnier von Weltrang auf deutschem Boden, abgesagt. Grund: der erste Coronavirus-Fall in NRW. Betroffen von der Absage sind gleich fünf Spieler des Bundesligisten Union Lüdinghausen.

Freitag, 28.02.2020, 12:43 Uhr aktualisiert: 28.02.2020, 12:50 Uhr
Absage: Yvonne Li.
Absage: Yvonne Li. Foto: flo

Eigentlich hätte Yvonne Li , so was wie das Gesicht der German Open in Mülheim, am Mittwoch bei der Auftakt-PK der Presse Rede und Antwort stehen sollen. Sie hätte dann wahrscheinlich gesagt, wie sehr sie das Event schätzt. Dass sie, die am benachbarten Badminton-Bundesstützpunkt lebt und trainiert, „mit dem Fahrrad anreisen kann“, wie die Lüdinghauserin unserer Zeitung mal schmunzelnd erzählt hat. Die Pressekonferenz fand dann auch statt – allerdings war die 21-Jährige dort nur Randfigur. Wesentliches Ergebnis: Das einzige Turnier von Weltrang auf deutschem Boden findet nicht statt.

Wegen des ersten Coronavirus-Falles in NRW habe die Kommune umgehend reagieren müssen, erklärt Stadtsprecher Volker Wiebels auf WN-Anfrage. Die Idee, die Open unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen, sei kurz erörtert und schnell wieder verworfen worden.

Abgesehen davon, dass die Turnierdirektion eh keine Möglichkeit hätte, den Beschluss anzufechten: Der Veranstalter trägt ihn mit. „Die Gesundheit aller geht vor“, betont Open-Sprecherin Claudia Pauli. Ob das Turnier später nachgeholt wird, wie der Ticketverkauf rückabgewickelt wird und weitere organisatorische Fragen sollen am Freitag im Rahmen einer weiteren PK geklärt werden. Von der Absage betroffen sind neben Li vier weitere Spieler des hiesigen Bundesligisten: Linda Efler, Kai Schäfer, Jelle Maas und Iris Wang.

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