Volleyball: Frauen-Regionalliga
Union Lüdinghausen gegen Bocholt: Abkehr von der Siegerstraße

Lüdinghausen -

Mit 2:0 Sätzen führte Union Lüdinghausen gegen Werth/Bocholt, später mit 16:11 im vierten Durchgang. Drei Punkte gegen den direkten Konkurrenten waren ganz nahe  . . . Doch es kam am Ende anders.

Sonntag, 01.03.2020, 13:14 Uhr aktualisiert: 01.03.2020, 21:12 Uhr
Unionistin Louisa Kaiser überwindet in dieser Szene die Bocholterin Lina Giesing.
Unionistin Louisa Kaiser überwindet in dieser Szene die Bocholterin Lina Giesing. Foto: Christian Besse

„Schade, schade, schade . . .“ Enttäuscht war Danuta Brinkmann nach der Partie gegen die SG SV Werth/Bocholt am Samstagabend in der Halle der Realschule. Zwei Mal hatte die Trainerin der Lüdinghauser Volleyballerinnen ihr Team auf einem sehr guten Weg gesehen, drei Punkte gegen einen der Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg zu machen. Die Schwarz-Roten führten mit 2:0 Sätzen, später mit 16:11 im vierten Durchgang. Am Ende sprang dennoch nur ein Zähler für die Gastgeberinnen heraus – Regionalligist Union verlor mit 2:3 (26:24, 25:20, 17:25, 24:26, 6:15). Immerhin: Lüdinghausen hat noch vier Punkte Vorsprung vor Bocholt.

Die Gastgeberinnen waren gehandicapt in die Partie gegangen, mit Rebekka Angenendt und Melanie Czubernat fehlten ihnen beide Libera. In den ersten beiden Sätzen konnten sie dieses Manko aber gut wegstecken.

Der erste Durchgang war weitgehend ausgeglichen. Im Endspurt aber hatte Lüdinghausen die Nase vorn und versenkte den zweiten Satzball, nachdem Bocholts Nele Resing ihren Service ins Netz geschlagen hatte.

Im zweiten Durchgang legte Union von Beginn an vor, konnte die Gäste aber erst abschütteln, als Lotti Ertner (später von Bocholts Trainer Norbert Olbing zur besten Lüdinghauser Spielerin gekürt) zu einer Fünf-Punkte-Serie auf 20:13 aufschlug – das war die Vorentscheidung.

Ob sich ihre Spielerinnen nach der 2:0-Satzführung zu sicher waren, ob gar Überheblichkeit im Spiel war? Brinkmann konnte sich später auch nicht erklären, was die Gründe für den Einbruch ihres Teams in Durchgang drei waren. 1:7, 6:16 – bei den Schwarz-Roten lief plötzlich nichts mehr zusammen. Als Union auf fünfte Punkte herankam (14:19) schien es so, als wäre eine Wende in diesem Satz doch noch im Bereich des Möglichen. Aber dann machte die SG den Sack ganz humorlos zu.

Im vierten Durchgang war die Brinkmann-Sechs wieder auf Ballhöhe, und nach ausgeglichenem Beginn brachte eine Aufschlagserie von Pia Fuchs Union einen Fünf-Punkte-Vorsprung (16:11). Doch den glichen die Bocholterinnen flugs wieder aus. Danach ging es hin und her, aber nach dem 23:23 hatte die SG die besseren Nerven und verwandelte Satzball Nummer zwei zum 2:2-Ausgleich.

Der Tiebreak wirkte wie eine Neuauflage des dritten Satzes. Lüdinghausen ging mit 1:0 in Führung, doch danach schwanden die Hoffnungen der Union-Anhänger, dass es wenigstens noch zu einem 3:2-Sieg reichen würde, sehr rasch. Punkt um Punkt machte die SG. Bei 1:8 aus Sicht der Schwarz-Roten wurden ein letztes Mal die Seiten gewechselt. Nur wenig später, beim Stand von 6:14 nutzten die Gäste ihren ersten Matchball zum Sieg.

Union:Allzeit, Beuers, Braun, Broszat, Ertner, Fuchs, Grössing, Kaiser, Nagel, Ruwe, Schwarz, Singer.

Union:
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