Reiten: Rosendorf Classics
Reinacher: Pech an letzter Hürde

Seppenrade -

Wie ein Pfeil schossen Greta Reinacher und Claudius durch den Stechparcours des Großen Preises. Sie sahen schon wie die sicheren Sieger aus – wurden es am Ende aber doch nicht. Die Siegerschleife holte sich Martin Sterzenbach aus Bottrop.

Sonntag, 01.03.2020, 20:05 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 18:48 Uhr
Holte sich bei der vierten Teilnahme am Großen Preis diesmal auch die Siegerschleife: Martin Sterzenbach mit seinem Holsteiner C‘est Bon.
Holte sich bei der vierten Teilnahme am Großen Preis diesmal auch die Siegerschleife: Martin Sterzenbach mit seinem Holsteiner C‘est Bon. Foto: Christian Besse

Ein großes, allgemeines Aufstöhnen der Zuschauer ging am Sonntagnachmittag durch die Reithalle in Seppenrade-Ondrup. Wie ein Pfeil waren Greta Reinacher und Claudius durch den Stechparcours des Großen Preises der Rosendorf Classics geschossen – fehlerfrei bis zum letzten Hindernis. Dann riss der Westfalenschimmel eine Stange. Als erstes Paar im zweiten Umlauf waren die Osterwickerin und Claudius unter 40 Sekunden geblieben – und das sollte bis zum Ende so bleiben. Statt des Sieges musste sich Reinacher nun mit dem siebten Platz begnügen.

Nur 64 Hundertstelsekunden langsamer als die Osterwickerin war Martin Sterzenbach mit seinem Holsteiner C‘est Bon. Dieses Paar blieb bis zum Schluss fehlerfrei und holte sich damit die Siegerschleife. „Ich denke, entscheidend war die Wende vom achten zum neunten Hindernis“, so der 56-Jährige nach der Platzierung. Viel Zeit zu üben hatte das Paar nicht. C‘est Bon reitet Sterzenbach erst seit Januar. Für den Bottroper war es der erste Sieg beim Großen Preis bei der vierten Teilnahme.

Zweite wurde Angelique Rüsen vom RV Marl, die im vergangenen Jahr und auch 2017 den Großen Preis gewonnen hatte. Einen Abwurf im Stechen leistete sich Marius Brinkmann mit Romero – Platz neun. „Überhaupt nicht“, antwortete der Lüdinghauser auf die Frage, ob er enttäuscht sei. „Für Romero war es erst das zweite Springen auf diesem Niveau. Für einen Achtjährigen ist das nicht selbstverständlich.“

Unmittelbar vor Brinkmann landete Sandra Auffarth, ebenfalls nach einem Fehler, mit Nupafeed‘s La Vista. Die Amazone hatte 2012 mit den deutschen Vielseitigkeitsreitern Gold in London geholt und erst am Donnerstag für die Rosendorf Classics nachnominiert. Was Alfred Helmig besonders freute: „Es ist ja nicht alltäglich, dass wir eine Olympiasiegerin hier im Parcours haben“, meinte der stellvertretende Vorsitzende des RV Seppenrade.

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