Badminton: Final Four
Traumdestination Wuppertal – auch für Union Lüdinghausen

Lüdinghausen -

Das Endturnier um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft findet am 9. und 10. Mai in der Bayer-Halle in Wuppertal statt. Dort will auch Union Lüdinghausen hin. Ausrichter Heinz Bußmann hätte überhaupt nichts dagegen.

Mittwoch, 11.03.2020, 17:30 Uhr aktualisiert: 12.03.2020, 19:56 Uhr
Josche Zurwonne (l.), Jelle Maas und Co. fighteten im Vorjahr famos, mussten sich aber im Halbfinale Bischmisheim geschlagen geben.
Josche Zurwonne (l.), Jelle Maas und Co. fighteten im Vorjahr famos, mussten sich aber im Halbfinale Bischmisheim geschlagen geben. Foto: flo

Der US-Sender CNN hat, neben St. Petersburg oder Kopenhagen, allen Ernstes Wuppertal zu den Orten erkoren, denen man 2020 unbedingt einen Besuch abstatten muss. Die Schwebebahn sei ja wohl eines der coolsten Transportmittel weltweit. Nun ja. Wie viele Amerikaner dieser Empfehlung tatsächlich folgen, sei mal dahingestellt. Für die Spieler des Badminton-Bundesligisten Union Lüdinghausen indes zählt die Industriestadt im Bergischen Land – und das hat eher weniger mit der Schwebebahn zu tun – unbedingt zu den Top-Reisezielen in diesem Jahr. Dort findet am zweiten Maiwochenende (9./10.) das Final Four um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft statt.

Virus aktuell kein Thema

Und ehe jemand das schlimme C-Wort in den Wort nimmt: „Meines Wissens gibt es dort bislang keinen einzigen Coronavirus-Fall. Daher gehen der nationale Verband und ich als Ausrichter felsenfest davon aus, dass die Veranstaltung wie geplant stattfindet.“ Sagt Heinz Bußmann . Der Event-Manager aus Norddeutschland, der zum dritten Mal mit der Durchführung der DM-Endrunde betraut wurde, hat auch keine Sorge, dass über 1000 Zuschauer – die vom Land in Zeiten von Covid-19 festgelegte Obergrenze – die schmucke Bayer-Halle bevölkern: „Wir wären ja schon froh, wenn wir diese Marke insgesamt an beiden Tagen knacken.“

Austragungsort mit Bedacht gewählt

Den Austragungsort hat Bußmann mit Bedacht gewählt: „Die Lüdinghauser und die Refrather haben 2019 in Willich die meisten Fans mobilisiert, Wipperfeld ist auch nur 30 Kilometer entfernt.“ Damit hat der rührige Organisator schon seine drei Wunschteilnehmer benannt.

Was ganz im Sinne von Union-Teammanager Michael Schnaase wäre: „Das Final Four ist für uns ein nicht unerheblicher Kostenfaktor. Solange das Turnier in NRW stattfindet, ist aber wenigstens die Anreise nicht so teuer. Und für das Renommee des Vereins wäre eine weitere Teilnahme in jedem Fall von Vorteil.“ Vor zwölf Monaten scheiterte Lüdinghausen nach großem Kampf im Halbfinale (2:4) am späteren Meister Bischmisheim – auch weil Nick Fransman das zweite Einzel verletzungsbedingt mehr oder minder abschenken musste.

Und in diesem Jahr? Der Titelverteidiger und Refrath sind für das Endturnier gesetzt. Die fünf Teams dahinter – Wittorf (24 Punkte), Wipperfeld (21), Lüdinghausen (20), Trittau (19) und Mülheim (17) – streiten um die vier Playoff-Plätze. Theoretisch kann sich auch Beuel (15) noch für die Viertelfinals in der Woche nach Ostern qualifizieren. Dort werden dann die restlichen beiden Wuppertal-Tickets vergeben.

Doppelspieltag

Am Wochenende stehen die letzten beiden Hauptrundenpartien in der Bundesliga auf dem Programm. Lüdinghausen bekommt es am Samstag (14. März), 15 Uhr, im Anton mit Schlusslicht Neuhausen-Nymphenburg und tags darauf (gleiche Zeit, gleicher Ort) mit dem Vorletzten Freystadt zu tun. Gewinnt Union beide Matches, winkt der Sprung auf Platz vier. Der würde Lüdinghausen ein Heimspiel in der ersten Playoff-Runde bescheren.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7322337?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35335%2F
Nachrichten-Ticker