Fußball: Kreisliga A 2 Ahaus/Coesfeld
Finger fort von Fortunen – Tüns und Höning bleiben in Seppenrade

Seppenrade -

Julian Tüns und Jonas Höning sind zwei fähige Abwehrspieler. Was auch die sportlichen Leiter in der näheren Umgebung wissen. Trotzdem bleiben beide bei Fortuna Seppenrade. Darüber freut sich ihr Coach Mahmoud Abdul-Latif – aus mehreren Gründen.

Montag, 16.03.2020, 18:01 Uhr aktualisiert: 17.03.2020, 18:08 Uhr
Künftig einer der routiniertesten Spieler im Aufgebot der Schwarz-Gelben: Defensiv-Allrounder Julian Tüns (r.).
Künftig einer der routiniertesten Spieler im Aufgebot der Schwarz-Gelben: Defensiv-Allrounder Julian Tüns (r.). Foto: lsi

Jetzt, da das Alltagsgeschäft bis auf Weiteres ruht, könnten sich die sportlichen Leiter im Altkreis ja verstärkt der Kaderplanung für die neue Spielzeit widmen (wenn es denn eine neue Spielzeit gibt). Sie sollten dabei nur einen Bogen um Seppenrade machen. Die sinngemäße Botschaft von Fortuna-Coach Mahmoud Abdul-Latif lautet: Bei uns ist nichts zu holen.

Konkret seien zwei Fußballer des hiesigen A-Ligisten angesprochen worden: Julian Tüns und Jonas Höning. Beide haben den Schwarz-Gelben jetzt die feste Zusage gegeben, auch 2020/21 an der Reckelsumer Straße zu kicken. Dass Abdul-Latif weiter mit zwei fähigen Defensivleuten planen kann, ist das eine. Mindestens ebenso wichtig sei indes das Signal, das von den jeweiligen Vertragsverlängerungen ausgehe: „Nach dem Abschied von Patrick Franke und Omar Mustapha im Sommer zählen Jonas und Julian zu den Ältesten im Team. Ihr Wort hat Gewicht. Wenn beide sich zum Verein bekennen, fällt es den Jüngeren umso leichter, denselben Weg zu gehen.“

Fortuna-Obmann Max Kemmann freut sich ebenfalls: „Dass so viele Spieler uns die Treue halten, zeigt, dass sie an unser Projekt glauben. Dieser Zusammenhalt und die Homogenität der Truppe sind unser großes Plus.“ 15 Mann hatten schon vorher ihr Bleiben zugesichert. Viele gehen – wie der Coach – ins vierte Jahr. Für den Trainer Ansporn genug, „dass wir weiter gesund wachsen“. Klar, die Vielzahl an Unentschieden in jüngster Zeit nervt auch Abdul-Latif. Aber: „Wir sind anderthalb Jahre nach dem Aufstieg immer noch dabei, uns in der Spielklasse zu etablieren.“ Was phasenweise – siehe das 3:3 bei Spitzenreiter SG Coesfeld – schon ganz gut funktioniere.

Nächster Schritt mit abermals verjüngter Elf

Im Sommer steht der nächste behutsame Schritt an: sich mit einer abermals verjüngten Elf (im Schnitt knapp 24 Jahre alt) an die Mannschaften im oberen Drittel rantasten. Dazu brauche es noch „zwei, drei externe Feldspieler und einen Torwart“, so Abdul-Latif.

Gerade die Keeper-Suche treibt den Coach um. Aktuell wechseln Franke, der als Trainer der Reserve zu seinem Heimatklub ETuS Haltern zurückkehrt, und Jan Hegemann einander im Fortuna-Kasten ab – wovon laut Abdul-Latif beide profitieren: „Daher wünsche ich mir einen ähnlichen Konkurrenzkampf auf der Position in der kommenden Saison.“

Mit Mustapha verliert der Trainer nicht nur den Ballverteiler in der Offensive, sondern auch seinen Assistenzcoach und verlängerten Arm auf dem Rasen: „Omar wäre gern geblieben, lässt seine Laufbahn aber aus privaten wie beruflichen Gründen als Standby-Spieler bei unserem Stammverein Buldern ausklingen.“ Das Wiedersehen ist nur eine Frage der Zeit, der Adler und die Fortuna sind Ligarivalen.

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