Fußball: Bezirksliga 11
Kapitän Görlich geht von Bord, „Neuzugang“ Homann

Lüdinghausen -

Daniel Schürmann, sportlicher Leiter des SC Union Lüdinghausen, weiß, dass es in Zeiten von Corona „Wichtigeres gibt als Fußball“. Trotzdem müsse er sich ja mit dem Tag X befassen, an dem wieder gekickt wird. Ein Unionist ist derweil auf dem Sprung.

Mittwoch, 25.03.2020, 16:35 Uhr aktualisiert: 27.03.2020, 15:52 Uhr
Sven Görlich (r.) folgt seinem Trainer Tobias Tumbrink im Sommer zum Landesligisten BSV Roxel.
Sven Görlich (r.) folgt seinem Trainer Tobias Tumbrink im Sommer zum Landesligisten BSV Roxel. Foto: flo

Sven Görlich , Kapitän des Fußball-Bezirksligisten Union Lüdinghausen , zieht es am Saisonende zum klassenhöheren BSV Roxel – dorthin also, wo auch Tobias Tumbrink im Sommer anheuert. Was förmlich danach riecht, dass der Noch-Coach einem seiner Lieblingsspieler den bevorstehenden Wechsel schmackhaft gemacht hat. Was aber das Verhältnis zwischen Union-Trainer und Abteilungsvorstand womöglich belastet hätte. Doch der sportliche Leiter der Schwarz-Roten, Daniel Schürmann , betont, Görlich habe „von sich aus und ohne Tobis Wissen den Kontakt zum BSV gesucht“.

So oder so: Mit dem emotionalen Anführer und vielseitig verwendbaren Offensivmann verlieren die Lüdinghauser einen wichtigen Spieler – wenngleich der 23-Jährige in der Hinrunde nicht ganz an die glanzvollen Auftritte zu Beginn seiner Seniorenzeit am Westfalenring anknüpfen konnte.

Flügelzange bleibt

Dafür hat Schürmann die spiel- und trainingsfreie Zeit genutzt, um andere wichtige Pflöcke einzuschlagen. Der heftig umworbene Niklas Hüser bleibt den Unionisten ebenso erhalten wie Marius Grewe. Dem lag das Angebot eines Landesligisten vor, das der Rechtsaußen aber ausschlug. Grewe geht in seine siebte Spielzeit am Ring.

Weitere Lüdinghauser folgten dem Beispiel der Flügelstürmer und haben ihre Arbeitspapiere ebenfalls verlängert. Zwei Akteure – einer alters-, der andere jobbedingt – haben um Bedenkzeit gebeten, zwei verlassen den Klub mit Ziel Brambauer ( Bezirksliga  8): Nahit Tafolli und Omar Demir. Beide waren erst 2019 zu den Schwarz-Roten gestoßen, standen aber nur selten in der Startformation.

Vier, fünf eigene Talente kommen

Aus der starken U 19 (mischt im ersten Jahr nach dem A-Liga-Aufstieg gleich wieder im Titelrennen mit) sollen vier, fünf Talente laut Schürmann „den Arrivierten Feuer machen“. Kapitän Max Schmidt kommt bereits auf auf ein paar Kurzeinsätze in der ersten Mannschaft. Und dann ist da ja noch Simon Homann. Der 21-jährige, ausgebildet bei Schalke und Preußen Münster, will nach langer Leidenszeit im Spätsommer wieder angreifen. Obschon der Innenverteidiger bereits 2018 zu seinem Heimatverein zurückgekehrt sei: „Simon ist quasi unser erster Neuzugang“, freut sich der sportlicher Leiter.

Und? Kommt da noch mehr? Schürmann hält Augen wie Ohren weiter offen. Denn: „Wir haben nicht die Finanzkraft anderer Klubs in der Nachbarschaft. Dafür punkten wir mit unserem starkem Zusammenhalt und einer tollen Infrastruktur.“ Bereits Ende 2020 soll der zweite Kunstrasen verlegt sein, im Jahr darauf ein hochmoderner Kabinentrakt entstehen.

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