Fußball: Altkreis-Serie  
TuS Ascheberg nach Stotterstart zurück

Lüdinghausen -

In der zweiten Hälfte der 1950er-Jahre meldet sich der TuS Ascheberg mit dem Titel in der 2. Kreisklasse eindrucksvoll zurück. Union Lüdinghausen hat sogar doppelt Grund zur Freude. Überstrahlt werden diese Meisterschaften jedoch vom Erfolg eines anderen Altkreis-Vereins.

Donnerstag, 14.05.2020, 18:03 Uhr aktualisiert: 18.05.2020, 14:14 Uhr
Meister der 2. Kreisklasse (v.l.): Karl Ritz, Hubert Kalthoff, Hubert Schöpe, Erwin Kloss, Heinz Trinkhaus, Werner Fehmer, Hans Breitner, Raimund Weiss, Hubert Uhlmann, Alfons Hanke, Fritz Kossak, Eberhard Spieske und Erich Schilling.
Meister der 2. Kreisklasse (v.l.): Karl Ritz, Hubert Kalthoff, Hubert Schöpe, Erwin Kloss, Heinz Trinkhaus, Werner Fehmer, Hans Breitner, Raimund Weiss, Hubert Uhlmann, Alfons Hanke, Fritz Kossak, Eberhard Spieske und Erich Schilling. Foto: privat

Das Wunder von Bern – das ist Gänsehaut pur, Emotion hoch drei. Der Gewinn der Fußballweltmeisterschaft ist auf jeden Fall mehr als eine Jubelwelle, die übers Land hinweg schwappt. Rahns Treffer zum 3:2 wirkt nachhaltig bis in den kleinsten Ort des Fußballkreises Lüdinghausen. Geht es bis Mitte der 50er Jahre darum, Strukturen und Regeln auszubilden, den Männerfußball am Laufen zu halten, widmen sich die Vereine nach dem Geniestreich von Fritz Walter und Co. der Nachwuchsarbeit. Einerseits wollen die Jungen kicken, andererseits erkennen die Vereine, dass sie mittel- und langfristig nur erfolgreich sind, wenn sie rechtzeitig für Nachwuchs sorgen. Da bedarf es nicht einmal des mahnenden Zeigefingers des Kreisvorstandes, der im Sommer 1954 an die Vereine appelliert, das Verjüngen der Stammelf immer im Blick zu behalten.

1955 macht zudem einer der herausragenden Erfolge im Jugendfußball die Runde. Der BV Selm wird Westfalenmeister. Der Nachwuchs lässt prominente Vereine hinter sich. Auf dem Weg zum Titel in Nordwestfalen haben Preußen Münster, die SpVg. Beckum und der FC Gronau das Nachsehen. Im Halbfinale der Westfalenmeisterschaft rechnen sich die Selmer gegen Arminia Bielefeld nichts aus. 3:2 gewinnen die Selmer und am 5. Juni 1955 machen sie den Titelgewinn durch ein 1:0 gegen TuS Nephten perfekt. Einige Namen werden fünf Jahre später beim nächsten Selmer Geniestreich eine große Rolle spielen.

Die zweite Hälfte der 50er beginnt mit einer Doppelmeisterschaft von Union Lüdinghausen in 1. und 2. Kreisklasse durch die erste und zweite Mannschaft. Der TuS Ascheberg, der sich nur stotternd zurückmeldet und sein Team Anfang der 50er zwei Mal mangels Spieler abgemeldet hat, freut sich 1957 über den Titel in der zweiten Kreisklasse. Insgesamt ist es aber eine Selmer Jubelzeit, denn neben der BV-Reserve wird auch GW Selm Kreismeister. In der Zeit fallen Zuschauerzahlen auf, die bei heute kleinen Kulissen schwer vorstellbar sind. Das Davensberger Maiturnier lockt beispielsweise 1000 Zuschauer an. Beim Spiel zwischen Union Lüdinghausen und Saxonia Münster werden 2000 Zuschauer vermeldet. Und in der Westfalenliga passieren 6000 Fans die Kassenhäuschen beim Gastspiel der SpVg. Erkenschwick in Selm.

Zahlen, Fakten, Kuriositäten

 

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