Reiten: Neuer Termin
Ein Hauch Normalität – Pfingstturnier des RV Seppenrade erst im Juli

Seppenrade -

Die schlechte Nachricht: Über Pfingsten gibt es in der Bauerschaft Ondrup in diesem Jahr Corona-bedingt keinen Reitsport. Die gute: Einen Alternativtermin hat der RV Seppenrade bereits gefunden. Es bleibt indes ein Termin mit Einschränkungen.

Dienstag, 19.05.2020, 17:46 Uhr aktualisiert: 20.05.2020, 13:42 Uhr
Ein Bild aus Vor-Corona-Zeiten: 2019 gewann Pia Fricke (RV Lüdinghausen) auf Casa Grande das Hauptspringen im Rosendorf.
Ein Bild aus Vor-Corona-Zeiten: 2019 gewann Pia Fricke (RV Lüdinghausen) auf Casa Grande das Hauptspringen im Rosendorf. Foto: flo

„Bereit“, sagt Alfons Nienhaus , „wären wir schon zu Pfingsten gewesen.“ Nur leider „ist uns Westfleisch in die Parade gefahren“, stöhnt der Vorsitzende des RV Seppenrade. Da der gesamte Kreis infolge des Corona-Ausbruchs in der Coesfelder Firma unter verschärfter Beobachtung steht, sei der traditionelle Turniertermin in Ondrup über die Feiertage nicht zu halten gewesen. Immerhin: Die dreitägige Veranstaltung werde zeitnah, am ersten Juli-Wochenende (3. bis 5.), nachgeholt.

Wie genau das dann aussieht, darüber zerbrechen sie sich beim Reitverein derzeit den Kopf. „Es gibt ja keine Blaupause“, so Nienhaus. Fest steht, dass es Einschränkungen geben wird. Die gravierendste: Publikum ist nicht zugelassen. Lediglich eine Begleitperson je Reiter erhält Zutritt zum Gelände. Eine Option sei zudem, dass nur Springprüfungen stattfinden, erklärt der RV-Chef: „Unser Wunsch ist das nicht. Zumal wir fünf Plätze und die Halle haben. Da dürften sich die Teilnehmer zweier Wettbewerbe, die parallel laufen, eigentlich nicht in die Quere kommen.“ Sollten sich die Behörden trotzdem querstellen, „verschieben wir die Dressur auf das Late-Entry-Turnier im Herbst“, schlägt Nienhaus vor.

Schlechte Nachrichten für Anfänger: Führzügel- und Reiterwettbewerbe werde es nicht geben. „Wie sollen wir unseren Jüngsten klarmachen, dass Mama sie begleitet, aber Papa und die Großeltern nicht erwünscht sind?“ Die Frage des Vorsitzenden ist rhetorischer Art.

Reiten in Zeiten von Corona: Das verlange Vereinen und Sportlern eine Menge ab, weiß Nienhaus. Um den Zeitplan penibel einhalten zu können – niemand solle sich länger als nötig auf der Anlage bewegen – würden die Starterfelder erheblich verknappt. Dem RV Seppenrade, der ja schon auf einen Großteil der Erlöse aus dem Verkauf von Speisen und Getränken verzichten muss, gehen so weitere Einnahmen flöten – bei einem Mehr an Kosten, zum Beispiel für die eigens engagierte, professionelle Putzkolonne. Möglich, dass die Ondruper am Ende draufzahlen. „Trotzdem wollen wir mit dem Turnier ein Zeichen setzen“, betont der Vorsitzende. Dass es endlich weitergehe. Dass es wenigstens einen Hauch von Normalität im Pferdesport gebe.

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