Fußball: 3. Liga
Erstmal tüchtig feiern – Marco Antwerpen im Partymodus

Seppenrade -

Kein anderes Team hat sich in den Geisterspielen so gut verkauft wie Zweitligaaufsteiger Eintracht Braunschweig. Wieso Coach Marco Antwerpen trotzdem auf eine baldige Rückkehr der Fans in die Stadien hofft (und vieles mehr), verrät der Seppenrader im WN-Interview.

Samstag, 04.07.2020, 08:07 Uhr
Herzte nach dem entscheidenden Sieg über Waldhof Mannheim seine Schützlinge: Eintracht-Coach Marco Antwerpen.
Herzte nach dem entscheidenden Sieg über Waldhof Mannheim seine Schützlinge: Eintracht-Coach Marco Antwerpen. Foto: imago images/Hübner

Was für eine Erfolgsstory: Vor Corona war Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig Neunter, zehn Spiele später ist der Renommierklub nicht mehr von Platz eins oder zwei zu verdrängen. Großen Anteil am Aufstieg der „Löwen“ hat ein Seppenrader: Marco Antwerpen. Mit dem BTSV-Coach sprach unser Redaktionsmitglied Florian Levenig .

 

Wir haben das Netz durchforstet, aber keine kompromittierenden Bilder gefunden: Haben Sie nach dem 3:2 über Mannheim keine flotte Sohle à la Jürgen Klopp aufs Parkett gelegt?

Antwerpen: Nee, „Kloppo“ ist eindeutig der bessere Tänzer (lacht). Aber tüchtig gefeiert haben wir trotzdem – und tun es immer noch.

 

Oh je. Gut, dass es für Meppen, den letzten Gegner der Eintracht am Samstag, um nichts mehr geht. Sonst wittert am Ende jemand Wettbewerbsverzerrung.

Antwerpen: Gut, dass es fürunsum nichts mehr geht (lacht). An strukturiertes Training ist aktuell nicht zu denken.

 

Braunschweig war in der Geisterspiel-Phase mit Abstand die erfolgreichste Mannschaft. Hat der Verein beim DFB schon den Antrag gestellt, weiter ohne Fans antreten zu dürfen?

Antwerpen: Bloß nicht! Was gefehlt hat, kann man ja am Trubel nach der Waldhof-Partie ablesen. Je eher wir wieder vor Publikum spielen, desto besser.

 

Was haben Sie besser gemacht als die Mitbewerber? War es die Rotation?

Antwerpen: Ich beurteile ungern die Arbeit der Kollegen. Was uns betrifft: Wir waren nach der Pause von Beginn an fokussiert. Die vielen Wechsel sind ja kein Hexenwerk, fast jedes Team hat dafür das nötige Personal. Vielleicht waren wir an der Stelle einfach mutiger.

 

Beim 1:2 gegen Zwickau fühlte sich der TV-Kommentator ans Champions-League-Drama der Bayern 1999 erinnert. Hatten Sie in dem Moment die Sorge, den Aufstieg zu verspielen?

Antwerpen: Klar waren die späten Gegentore extrem bitter. Andererseits ist es ja das Schöne an englischen Wochen: Man kann die Scharte sofort auswetzen.

 

Ihre Zukunft ist noch offen. Wer pokert denn da? Der Verein oder Sie?

Antwerpen: Jetzt genieße ich erstmal meinen größten Moment als Trainer. Alles Weitere wird sich finden.

 

Fernreisen sind 2020 nicht so angesagt. Verbringen Sie die Ferien im Rosendorf?

Antwerpen: Da ich zuletzt selten genug in Seppenrade war, freue ich mich tatsächlich auf die Heimat. Aber den Urlaub verbringen wir eher in Holland oder Österreich.

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