Fußball: Bezirksliga
Der Bösenseller Weg

Lüdinghausen/Bösensell -

Im Rahmen der Saisonvorbereitung trifft Union Lüdinghausen auch auf den SV Bösensell. Dessen Coach Fabian Leifken, ein Mann mit schwarz-roter Vergangenheit, erklärt, wie sie das Abenteuer beim SVB angehen.

Mittwoch, 15.07.2020, 18:03 Uhr
Bösenseller mit Union-Vergangenheit: Fabian Leifken (l.) und Torwarttrainer Jürgen Heßeler.
Bösenseller mit Union-Vergangenheit: Fabian Leifken (l.) und Torwarttrainer Jürgen Heßeler. Foto: fv

Die Fußballer des SV Bösensell haben mit dem Aufstieg in die Bezirksliga Historisches vollbracht: Nie zuvor in 55 Jahren kickte ein Team aus dem Sendener Ortsteil überkreislich. Großen Anteil am SVB-Erfolg hat Fabian Leifken. Der ehemalige Lüdinghauser coacht im siebten Jahr die Gelb-Schwarzen.

 

Welche Staffel darf’s denn sein? Die 11 mit Ihrem Ex-Klub Union oder doch lieber die 12 mit den Münster-Vereinen?

Leifken: Wir nehmen es, wie es kommt. Die Bezirksligen 11 und 12 wird es, coronabedingt, in der Zusammensetzung eh nicht mehr geben. Die alte 11 mit Lüdinghausen, Billerbeck und den Coesfelder Klubs hätte definitiv ihren Reiz. Andererseits wären Duelle mit Albachten für uns die Derbys schlechthin.

 

Union hat seit dem Aufstieg 2017 viel Lehrgeld bezahlt. Warum sollte es Bösensell besser ergehen?

Leifken: Unser großes Plus ist, dass wir seit Jahren eingespielt sind. Trotzdem dürfte es schwer genug werden, die Klasse zu halten – was aber auch niemand im Verein von uns verlangt.

 

2018 ist Ihr Team erst in der Relegation an Billerbeck gescheitert, 2020 betrug der Vorsprung auf den Zweiten Mecklenbeck zum Zeitpunkt des Abbruchs sieben Zähler. Klingt nach einem logischen Aufstieg.

Leifken: Sehe ich auch so. Natürlich hätten wir die Saison gerne regulär beendet. Aber das Ergebnis wäre wohl dasselbe gewesen.

 

Sie haben mit dem Sendener Markus Reher einen B-Liga-Akteur geholt und mit Dominik Höhne einen Ascheberger, der zwei Jahre nicht gespielt hat. Andere Klubs in der Klasse, gerade im Raum Dortmund, bedienen sich gern bei Dritt- oder Viertligisten.

Leifken: Die könnten wir uns erstens nicht leisten. Und zweitens müssten sie ja auch charakterlich zu uns passen. Das ist nun mal der Bösenseller Weg. Einen anderen gibt es nicht.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7495457?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35335%2F
Nachrichten-Ticker