Jugendspielgemeinschaft (JSG) Herbern/Ascheberg: Mädchen kicken künftig zusammen
Gemeinsam statt gegeneinander

Ascheberg -

Einst kickten sie gegeneinander, nun miteinander: Die Nachwuchsfußballerinnen des SV Herbern und TuS Ascheberg bilden künftig Jugendspielgemeinschaften (JSG). Bereits während der ersten Trainingseinheiten war von der Rivalität nichts mehr zu spüren.

Freitag, 31.07.2020, 18:00 Uhr
Die Fußballerinnen
Die Fußballerinnen Foto: privat

Grün und Blau dominieren beim Training auf dem Kunstrasenplatz in Ascheberg. „Ich werde mal schauen, ob es Trikots in den beiden Farben gibt“, sagt Katrin Lohoff zu Manfred Trahe. Waren sie in der vergangenen Saison noch bei den Kickerinnen des SV Herbern und TuS Ascheberg Gegner, leiten sie nun ein gemeinsames Projekt. Die JSG Herbern/Ascheberg soll beginnend mit der neuen Spielzeit den Mädchenfußball in der Gemeinde Ascheberg langfristig sichern. Die ersten gemeinsamen Trainingseinheiten sind jetzt angelaufen.

Die Verantwortlichen beider Vereine wollten nicht zusehen, wie sie allein die wachsenden Schwierigkeiten meistern, heißt es in einem Pressebericht. „Wir hätten Mädchen von acht bis zwölf Jahren zusammen spielen lassen müssen“, berichtet Trahe. Was er davon hält? „Murks.“ Und Lohoff erklärt: „Perspektivisch ist es besser, wenn wir in allen Altersklassen mit Mädchen passenden Alters spielen. Dann erhöhen wir den Spaß und fördern die Talente besser.“ Da aber, so sieht es Trahe, der „große Boom zum Mädchenfußball vorbei ist“ und zudem die demografische Entwicklung nicht aufseiten der Kickerinnen steht, haben die zwei Vereine gemeinsame Sache gemacht – statt zu warten, bis das Bröckeln zu Rissen im System führt. „Wir bilden eine Spielgemeinschaft auf Augenhöhe. Die Gespräche waren gut“, sagt Lohoff und Trahe pflichtet ihr bei.

Perspektivisch ist es besser, wenn wir in allen Altersklassen mit Mädchen passenden Alters spielen.

Katrin Lohoff

Die Spielgemeinschaft umfasst die Altersklassen U 11, U 13 und U 15. Da der SV Herbern bei der U 17 in der Bezirksliga spielt, kam hier keine Spielgemeinschaft in Frage. Denn der Verband erlaubt das in überkreislichen Staffeln nicht. „Wir kooperieren auch dort“, berichtet Trahe. Die Ascheberger Mädchen dieser Altersklasse seien anfangs zwar skeptisch gewesen. Nach einer Trainingseinheit in Herbern hätten dann aber alle gesagt, dass sie den Schritt zum SVH gehen wollen.

Bei den drei JSG-Mannschaften ist es so geregelt, dass jede Truppe von einem gemischten Team mit Trainern aus beiden Orten trainiert wird. „So haben alle einen Ansprechpartner aus ihrem Dorf“, beschreibt Trahe den Vorteil. Trainiert wird jeweils einmal in Herbern und einmal in Ascheberg.

Die U 11 und die U 13 kicken montags von 16.30 bis 18 Uhr auf dem Kunstrasen in Ascheberg sowie mittwochs von 16.30 bis 18.30 Uhr in Herbern am Siepen. Derweil trainiert die U 15 montags von 18 bis 19.30 Uhr in Herbern und mittwochs von 18 bis 19.30 Uhr in Ascheberg.

Ein Anliegen hat das Duo gleich: Wegen der Corona-Auszeit sei es unmöglich gewesen, für die jüngste Mannschaft die Werbetrommel zu rühren, bedauern Lohoff und Trahe. Mädchen der Jahrgänge 2010 und jünger seien darum bei der U 11 höchst willkommen, betonen sie. „Diese Suche unterstreicht gleich zum Start, wie sinnvoll es ist, gemeinsam zu kicken“, heißt es abschließend in dem Bericht.

Eltern oder Kinder wenden sich mit Fragen zur JSG Herbern/Ascheberg an Katrin Lohoff ( 01 62/ 9 19 33 98) oder Manfred Trahe ( 01 72/8 39 08 78).

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