Triathlon: Zeitfahren
Fabelzeit im neuen Einteiler – Peter Weiß gewinnt episches Duell

Lüdinghausen -

Peter Weiß, Dreikämpfer des SC Union Lüdinghausen, hat in seiner Paradedisziplin ein 183-Kilometer-Zeitfahren in Freiburg gewonnen. Schon im Vorfeld überließ der 52-Jährige dabei nichts dem Zufall.

Dienstag, 15.09.2020, 17:29 Uhr aktualisiert: 20.09.2020, 12:50 Uhr
Ließ am Fuße des Schwarzwalds alle 24 Konkurrenten hinter sich: der Lüdinghauser Peter Weiß.
Ließ am Fuße des Schwarzwalds alle 24 Konkurrenten hinter sich: der Lüdinghauser Peter Weiß. Foto: red

Er sei ja selbst schuld, lacht Unionist Peter Weiß . Indem er Arne Dyck explizit herausgefordert habe. Der Freiburger ist Chef des Fachportals  triathlon-szene.de, Organisator des 183-Kilometer-Radzeitfahrens vor Ort und seit Ewigkeiten mit dem Lüdinghauser befreundet. Weiß und Dyck hatten sich also bei dessen Heimspiel zum Duell verabredet. Und es sei eine „epische“ Auseinandersetzung geworden, die der 52-Jährige am Wochenende mit einer Traumzeit für sich entschied.

Beide hätten bereits im Vorfeld alles gegeben, um in Sachen Durchschnittsgeschwindigkeit nur ja jede Stelle hinterm Konto rauszuquetschen. Dyck probierte es mit einer Beinrasur und Überschuhen („der hat bei 28 Grad geschwitzt wie ein Ochse“), Weiß gönnte sich einen brandneuen Einteiler.

Und das Rennen selbst? „Arne ist losgekachelt wie ein Irrer“, berichtet Weiß. Mit 41,5 Sachen. Er selbst, zwei Minuten nach dem Kontrahenten gestartet, ließ es kaum langsamer angehen (41,2), fuhr aber sein eigenes Tempo, hatte Dyck auf der topfebenen 10 000-Meter-Strecke entlang des Rheins stets im Blick – und sah, wie der Gegenspieler bei Kilometer 150 platzte.

Der vierfache Hawaii-Finisher ließ dagegen bis zum Ende kaum nach, erreichte nach vier Stunden, 28 Minuten und 35 Sekunden (entspricht 41,1 km/h) das Ziel und hatte damit nicht nur Dyck, sondern auch die übrigen 23 Mitbewerber (darunter einige Spezialisten) distanziert – Sieg in neuer persönlicher Bestzeit. Die alte hatte Weiß erst kürzlich auf seiner Hausstrecke zwischen Senden und Hiddingsel aufgestellt.

Und jetzt? Entspannt der Lüdinghauser erstmal auf Norderney. In die Pedale trete er zwar auch dort, „aber nur auf dem Hollandrad“.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7585894?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35335%2F
Nachrichten-Ticker