Tischtennis: WTTV zieht Reißleine
Nur Training läuft noch bei Union und Westfalia

Bezirk Lüdinghausen -

Bis zum Jahresende wird es unter der Verantwortung des WTTV keine Spiele mehr geben. Betroffen sind alle Begegnungen von den Kreisklassen bis hin zu NRW-Ligen. Das trifft auf Enttäuschung, aber nichtsdestotrotz auch auf Verständnis.

Dienstag, 27.10.2020, 22:10 Uhr
NRW-Ligist Union Lüdinghausen – hier die Nummer eins Christopher Kiehl – wird in diesem Kalenderjahr nicht mehr eingreifen.
NRW-Ligist Union Lüdinghausen – hier die Nummer eins Christopher Kiehl – wird in diesem Kalenderjahr nicht mehr eingreifen. Foto: Christian Besse

Der Westdeutsche Tischtennis-Verband hat die Reißleine gezogen. In diesem Kalenderjahr wird es aufgrund der Corona-Krise unter der Verantwortung des WTTV keine Spiele mehr geben. Das betrifft alle Begegnungen von den Kreisklassen bis hin zu NRW-Ligen. So müssen auch die erste Herrenmannschaft von Union Lüdinghausen und das erste Damenteam von BW Ottmarsbocholt, die bekanntlich beide in NRW-Ligen am Start sind, die Schläger erst einmal ruhen lassen.

Wenn in 2021 dann, sofern das Verbot nicht verlängert wird, der Spielbetrieb wiederaufgenommen wird, werden die noch ausstehenden Spiele der Hinserie ausgetragen, die ursprünglich für die Rückrunde geplanten Partien fallen weg. So hätte etwa NRW-Ligist Union Lüdinghausen am Samstag die DJK BW Avenwedde empfangen, diese Partie steht im kommenden Jahr dann als erste an.

„Das hatte sich schon angedeutet, weil bundesweit schon drei andere Verbände diese Entscheidung getroffen haben“, kommentiert Uli Mauritz , Mitglied des Abteilungsvorstands von Union, den Beschluss des WTTV. Betroffen sind in dem Verein sechs Senioren- und vier Nachwuchsmannschaften. Dennoch sind die Schwarz-Roten zwar enttäuscht, aber nicht sauer: „Unter den gegebenen Voraussetzungen halte ich die Entscheidung für richtig, vor allem weil wir ja einen Hallensport betreiben“, so Mauritz.

Auch das Bezirksliga-Team von Westfalia Senden empfindet keinen Groll gegenüber dem WTTV: „Wir finden es schaden“, sagt Spieler Michael Last. „Aber es ist okay, weil die Gesundheitsämter ja noch mehr Arbeit hätten als bisher schon, wenn durch Tischtennisspiele weitere Coronafälle auftreten würden. Das Verständnis im Verein ist schon sehr groß, da steht auch der Vorstand hinter. Wir hoffen nur, dass der Rest der Saison dann auch wirklich noch stattfinden kann.“

Übungseinheiten hat der Westdeutsche Tischtennis-Verband nicht untersagt, obwohl der Sendener Last das für die nahe Zukunft nicht ausschließen möchte. „Trainieren dürfen wir zurzeit. Aber ich gehe davon aus, dass die Auflagen auch hier strenger werden.“

Stand jetzt werden die Tischtennisschläger also nicht in den Keller gepackt. Beim NRW-Ligisten Union trainieren die Spieler auch weiterhin, ein bis zwei Mal wöchentlich, so Mauritz. Natürlich unter verschärften Hygienebedingungen. Alle Platten werden nach dem Aufbau gereinigt, und wer nicht gerade spielt, muss in der Halle jederzeit eine Maske tragen.

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