Badminton: DM verschoben
Bielefeld gibt es doch – Li, Efler und Weißkirchen schlagen später auf

Bielefeld/Lüdinghausen -

Eigentlich sollten die 69. nationalen Titelkämpfe wie gehabt Anfang Februar in der Seidenstickerhalle stattfinden. Pandemiebedingt werden sie nun auf Ende August verschoben. Die Spieler des SC Union Lüdinghausen haben Verständnis für die Entscheidung.

Freitag, 11.12.2020, 14:35 Uhr aktualisiert: 11.12.2020, 14:52 Uhr
Wohl auch 2021 am Start (v.l.): Hallensprecher Christian Holzmacher, Yvonne Li und Linda Efler.
Wohl auch 2021 am Start (v.l.): Hallensprecher Christian Holzmacher, Yvonne Li und Linda Efler. Foto: flo

Den Termin – immer Ende Januar, Anfang Februar ermitteln die besten Badmintonspieler des Landes in der Bielefelder Seidenstickerhalle ihre Titelträger – haben sie mit Bedacht gewählt. Für die Top-Leute ist er ein willkommener Aufgalopp. Eine Standortbestimmung, ehe sie im Frühjahr auf internationalem Parkett gefordert sind. Da aber das Ende der Pandemie nicht absehbar ist und die Titelkämpfe in ein paar Wochen – wenn überhaupt – ohne Publikum hätten stattfinden müssen, haben die Macher die DM verschoben. Neuer Termin: die letzte Augustwoche (26. bis 29.).

„Wie machen das ja nicht nur so zum Spaß“, erklärt Cheforganisator Axel Seemann von der Eventagentur „Play Sportmarketing“. Eine Deutsche Meisterschaft ohne Zuschauer (Anfang 2020 waren es insgesamt 4500) wäre für die Athleten weniger reizvoll – und für den Veranstalter finanziell kaum darstellbar: „Es sind nicht nur die Eintrittsgelder, die fehlen würden. Da ohne Publikum die Messestände wenig Sinn machen, wäre womöglich auch ein Teil der Sponsoren weggebrochen. Insofern freuen wir uns, dass wir – nach Rücksprache mit dem DBV, mit unserem Hauptsponsor Yonex und mit der Stadt Bielefeld – einen neuen Termin im Sommer gefunden haben, an dem hoffentlich wieder Besucher zugelassen sind.“

Auch die Athleten hätten seine Mitstreiter und er vor der Verschiebung angehört, erklärt Seemann, der die Individual-DM seit 2003 in Ostwestfalen ausrichtet: „Natürlich wollen wir bei einer Deutschen Meisterschaft die Spitzenathleten dabeihaben.“ Da es so kurz nach den Spielen von Tokio (falls die denn stattfinden) kaum bedeutende Turniere geben dürfte, steht dem Start der DBV-Asse nichts im Wege.

Für Fans wie Akteure des örtlichen Bundesligisten bedeutet das: Sie müssen sich bis zu den möglichen Union-Festspielen – 2020 holten Yvonne Li, das Doppel Li/ Linda Efler sowie Max Weißkirchen , der inzwischen ebenfalls für Lüdinghausen aufschlägt, Gold – halt noch etwas gedulden.

Die Spieler seien in diesen komplizierten Zeiten froh um jeden Wettbewerb, der überhaupt stattfindet, erklärt die zweifache Titelverteidigerin Li. Überrascht habe sie die Entscheidung nicht, „die Gesundheit aller steht nun mal an erster Stelle“. Umso schöner sei es, dass „die Organisatoren eine Ausweichmöglichkeit gefunden haben“. Weißkirchen, der 2018, 2019 und 2020 im Einzel triumphierte, äußert sich so: „Bin ready für 2021 – ob im Winter oder im Sommer – und werde versuchen, ein viertes Mal in Bielefeld zu gewinnen.“

Landesmeisterschaften abgesagt

Während die nationalen Titelkämpfe stattfinden, wurden die Westdeutschen Meisterschaften, die Anfang Januar in Refrath hätten steigen sollen, abgesagt. Allerdings erwägt der NRW-Verband, sie zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Qualifiziert gewesen wären sämtliche Spieler von Union Lüdinghausen 2 (Regionalliga) sowie ein Teil der dritten Mannschaft (Verbandsliga). Die Landesmeisterschaften sind für die Spieler auch deshalb von Bedeutung, da bei einem erfolgreichen Abschneiden die DM-Teilnahme winkt.

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