Badminton: Umfrage
Einheitliches Bild mit Ausreißer – Union Lüdinghausen für Abbruch

Lüdinghausen -

60 Prozent aller NRW-Klubs haben bei einer Umfrage von Badminton NRW mitgemacht. Der Landesverband wollte wissen, wie mit der Spielzeit 2020/21 zu verfahren sei. Die Mehrheit der Klubs plädiert für einen Abbruch. Allein in puncto Wertung gehen die Meinungen auseinander.

Mittwoch, 13.01.2021, 18:03 Uhr aktualisiert: 14.01.2021, 19:34 Uhr
Würden am liebsten im Spätsommer bei null beginnen: Frederik Stegemann (r.), Jan Kemper und Co.
Würden am liebsten im Spätsommer bei null beginnen: Frederik Stegemann (r.), Jan Kemper und Co. Foto: mkle

Die Resonanz war ausgesprochen erfreulich. Der Badminton-Landesverband hatte sämtliche NRW-Vereine gebeten, sich zu einer möglichen Fortsetzung der Saison zu positionieren. Und wie die Spielzeit gegebenenfalls zu werten sei. 60 Prozent der angeschriebenen Klubs beteiligten sich an der Umfrage. „Damit war nicht zwingend zu rechnen“, freut sich der für den Spielbetrieb auf Verbandsebene zuständige Patrick Schober .

Das Stimmungsbild ist ziemlich einheitlich: Eine überwältigende Mehrheit der Vereinsvertreter – je nach Bezirk und Spielklasse bis zu 90 Prozent aller Befragten – plädiert für einen sofortigen Abbruch im Seniorenbereich. Und zwar ohne Wertung. Keiner steigt auf, niemand ab.

Es gibt in der entsprechenden Grafik ( auf der Seite von Badminton NRW abrufbar ) allerdings eine Auffälligkeit: Je höher die Vereine spielen, desto eher sind sie für eine Fortsetzung – „wahrscheinlich, weil in den Ligen teils Geld in die Hand genommen wird und die Klubs eine Gegenleistung von den Sportlern erwarten“, mutmaßt Schober. In der höchsten Klasse, der Regionalliga West, sind die Teams nicht nur mehrheitlich dafür, mindestens die Hinrunde zu absolvieren. Sie wollen auch einen Meister ermitteln. Spitzenreiter (und Ligakrösus) BC Wipperfeld 2 etwa hat einen besonders erlesenen Kader. Der Aufstieg in die zweite Liga: für die Oberbergischen quasi ein Muss.

Union Lüdinghausen  2, aktuell erster Wipperfeld-Verfolger, wäre dagegen ein vorzeitiges Saisonende lieber – „aus gesundheitlichen Gründen, aber auch der sportlichen Fairness wegen“, wie Frederik Stegemann ausführt. Der Teamkapitän des Neulings verweist auf das Beispiel Hövelhof: „Die Mannschaft hat coronabedingt nie das nötige Personal zusammenbekommen. Sie dafür mit dem Abstieg zu bestrafen, wäre aus meiner Sicht ungerecht.“ Stegemanns Vorschlag: „2021/22 bei null beginnen.“

Bindend ist das Votum der Vereine laut Schober nicht: „Zum einen müssen wir die Bezirkstage abwarten. Zum anderen entscheidet in puncto Zweitligaaufstieg der nationale Verband. Aber wir wären schön blöd, nähmen wir die Klubs angesichts des enormen Feedbacks nicht mit.“ Schobers Hoffnung: Dass Badminton NRW bis zum Monatsende verbindliche Ergebnisse präsentiert.

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