Reiten: Absage
Hindernisse unüberwindbar – „Rosendorf Classics“ gestrichen

Seppenrade -

Von wegen Unglückszahl: Ausgerechnet die 13. Auflage der „Rosendorf Classics“ fällt pandemiebedingt ins Wasser. Vor allem zwei Punkte machten eine Durchführung unmöglich, erklärt die Geschäftsführerin des RV Seppenrade, Lena Höckenkamp.

Dienstag, 02.02.2021, 16:57 Uhr aktualisiert: 02.02.2021, 17:10 Uhr
Für Top-Reiter wie Daniel Oppermann (RV Nordbögge-Lerche) ist die Teilnahme an den „Classics“ normalerweise ein Muss.
Für Top-Reiter wie Daniel Oppermann (RV Nordbögge-Lerche) ist die Teilnahme an den „Classics“ normalerweise ein Muss. Foto: flo

Erst im Vorjahr waren die „Rosendorf Classics“ an den Ursprungstermin am letzten Februarwochenende zurückgekehrt. Was sich 2020 als Glücksfall erwies – wenig später setzte Corona auch den Reitsport vorübergehend matt – wird den Veranstaltern vom RV Seppenrade zwölf Monate später zum Verhängnis. Das weit und breit bedeutendste Hallenspringturnier im ländlichen Raum: abgesagt.

Die Entscheidung, so sehr sie die Verantwortlichen schmerze, sei alternativlos, wie RV-Geschäftsführerin Lena Höckenkamp ausführt: „Ob der aktuelle Lockdown tatsächlich Mitte Februar endet, ist ja gar nicht absehbar. Und selbst wenn: Zwei Wochen Vorbereitung hätten nicht annähernd ausgereicht, um ein Turnier dieser Größenordnung auf die Beine zu stellen.“ Ein weiteres, unüberwindbares Hindernis: Ohne Publikum und die Einnahmen aus der Gastronomie würden die Ondruper unweigerlich draufzahlen – trotz treuer Sponsoren, die allein das S***-Hauptspringen jedes Jahr mit stolzen 10 000 Euro alimentieren.

Für die Berufsreiter aus der Region (und darüber hinaus) ist die Teilnahme an dem mit sieben schweren Prüfungen gespickte Event eigentlich ein Muss. Mehr noch leidet Höckenkamp indes mit den Hobbysportlern: „Die Profis haben zumindest hier und da die Gelegenheit, ihre Pferde zu präsentieren. Die Amateure bleiben dagegen außen vor. Gerade der Nachwuchs freut sich immer riesig, wenn er die tolle Bühne mitnutzen darf“ – etwa beim A**-Springen im Anschluss an den Großen Preis.

Noch haben die Organisatoren die Hoffnung, zumindest das Dressur-Late-Entry 14 Tage später an gleicher Stelle ausrichten zu dürfen – „zumal es die Temperaturen vielleicht zulassen, dass ein Teil der Wettbewerbe draußen stattfindet“, so die Geschäftsführerin. Bestenfalls sogar vor Zuschauern.

Keine Jugendturniere im März

Vorerst gecancelt sind auch die Jugendturniere des Altkreises Lüdinghausen (6., 7. März/Seppenrade) und des KRV Coesfeld (20., 21. März/Vinnum). Da beide Veranstaltungen bereits 2020 ausgefallen waren, wird hier wie dort ein Ersatztermin gesucht. Lena Höckenkamp, Geschäftsführerin in Ondrup, kann sich vorstellen, „dass wir in die grüne Saison ausweichen“, in Vinnum steht eine Einbettung ins Jugend- und Ponyturnier (23. bis 25. April) im Raum. Im März könne schon deshalb nicht geritten werden, „weil die Tiere zwar bewegt werden dürfen, derzeit aber kein Training möglich ist“, so KRV-Vize Marlies Brinkmann. (flo)

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