Badminton: Bundesliga
Union Lüdinghausen und Co. müssen sich strecken – Re-Start später

Lüdinghausen -

Eigentlich sollte es in der Beletage ab Ende Februar wieder um Punkte gehen. Daraus wird nichts. Zwar scheint ein neuer Termin für den Re-Start gefunden. Laut Michael Schnaase (Union Lüdinghausen) bleiben aber ein paar Fragen offen.

Donnerstag, 04.02.2021, 17:32 Uhr aktualisiert: 04.02.2021, 17:42 Uhr
Sollte die Beletage auch im April noch pausieren, dürfte es für Yvonne Li und Co. schwer werden, die Saison regulär zu beenden.
Sollte die Beletage auch im April noch pausieren, dürfte es für Yvonne Li und Co. schwer werden, die Saison regulär zu beenden. Foto: flo

Die gute Nachricht: Laut Arno Schley , Vorsitzender des Badminton-Ligaverbandes (DBLV), sind „90 Prozent der Erst- und Zweitligisten willens, die Saison fortzuführen“ – allen Widrigkeiten zum Trotz. Auch Union Lüdinghausen wäre nach Aussage Michael Schnaase „im Sinne des Sports“ dazu bereit – selbst wenn das mit (weiteren) finanziellen Einbußen einherginge. Nach 2020 erneut keinen Mannschaftsmeister zu küren: Der Teammanager des hiesigen Bundesligisten hielte das wie die meisten Kollegen für fatal.

Nur liegt die Entscheidung darüber, wann/ob die im Herbst nach nur zwei Partien unterbrochene Spielzeit zu einem guten Ende geführt wird, weder in den Händen des DBLV noch in denen der Klubs. Letztlich heben – oder senken – Politik wie örtliche Behörden den Daumen. Fest steht bereits, dass der ursprünglich für Ende Februar geplante Re-Start sich um weitere sechs Wochen verschiebt. Mindestens.

Drei Doppelspieltage, Final Four im Juni

Der neue Zeitplan sieht – vorbehaltlich der Zustimmung aller Beteiligten in einer Videokonferenz kommende Woche – so aus: An drei Doppel- (10./11. April, 8./9. Mai, 22./23. Mai) sowie einem Einzelspieltag (17. o. 18. April) werden die Teilnehmer an den Playoffs sowie an der Relegationsrunde und der eine Direktabsteiger ermittelt. Die beiden Viertelfinals finden demnach am ersten Juniwochenende statt, das Final Four 14 Tage später (19./20.) – womöglich in Wuppertal, das sich bereits 2019 und 2020 um die Ausrichtung bemüht hatte.

Trotz des zusätzlichen Puffers dränge die Zeit, weiß der Liga-Chef: „Jene Spieler, die keinem Nationalkader angehören, müssten dafür spätestens Anfang März das Training aufnehmen.“ Und zwar, damit der Wettbewerb nicht arg verzerrt werde, bundesweit. In NRW, Heimat von vier der zehn Erstligisten, gelten die Corona-Sportregeln als besonders strikt.

Zeit drängt

Sollte Plan B, also der Wiederbeginn eine Woche nach Ostern, nicht greifen, würde es verdammt eng, wie Schley einräumt: „Man könnte das Ganze vielleicht noch um zwei, drei Wochen nach hinten verschieben, aber dann wäre wohl Feierabend.“ Die Option, Finalturnier und Playdowns erst nach den großen Ferien auszutragen, sei mittlerweile vom Tisch: „Das funktioniert schon deshalb nicht, weil dann die Auf- und Abstiegsfrage in sämtlichen Spielklassen, bis runter auf die lokale Ebene, zu lange ungeklärt bliebe.“

Es sei denn, es gäbe keine Wertung und alle Vereine starteten im Spätsommer bei null. Man kann sich in etwa vorstellen, wie begeistert sie in Dortelweil wären, müsste der souveräne Süd-Primus, dessen Kader schon jetzt gehobenes Beletage-Format hat, ein weiteres Jahr im Unterhaus verbringen.

Mit oder ohne Fans?

Sollte es indes im April weitergehen, bleiben laut Schnaase ein paar offene Fragen: „Dürfen Zuschauer in die Halle? Und falls ja: Kommen die überhaupt? Oder ist ihnen das Ansteckungsrisiko doch zu groß?“ Das ohnehin knappe Budget der meisten Bundesligisten würden Geisterspiele zusätzlich strapazieren. Union wäre bei fünf Heim- und nur zwei Auswärtsbegegnungen besonders gekniffen.

Und noch eine Sorge hat der Lüdinghauser: „Je später es losgeht, desto größer ist die Gefahr, dass die Ligaspiele mit internationalen Turnieren kollidieren.“ In Kürze steht die entscheidende Phase der Olympia-Quali an. Gleich mehrere Unionisten wollen in Tokio dabei sein.

Abbruch in den Amateurklassen

Auf NRW-Ebene wird die Saison nicht fortgesetzt. Damit folgt der Landesverband dem Votum der Vereine. Die hatten sich mit großer Mehrheit für einen Abbruch und gegen eine Wertung ausgesprochen. Teams, die trotzdem aufsteigen oder sich aus einer Liga zurückziehen wollen, müssen dies bis Mitte April kundtun.

...

 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7800707?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35335%2F
Nachrichten-Ticker