Badminton: Mixed-Team-EM
Raus mit Applaus – DBV-Auswahl unterliegt erneut Dänemark

Lüdinghausen/Vantaa -

Deutschland hat den großen Coup knapp verpasst. Wie schon in der Gruppenphase unterlag die DBV-Auswahl Titelverteidiger Dänemark im Halbfinale mit 2:3. Die beiden Spieler des Bundesligisten Union Lüdinghausen gingen diesmal leer aus.

Freitag, 19.02.2021, 23:21 Uhr aktualisiert: 19.02.2021, 23:28 Uhr
Wehrte sich im Duell mit Ex-Weltmeister Viktor Axelsen insbesondere zu Beginn nach Kräften: der Lüdinghauser Max Weißkirchen.
Wehrte sich im Duell mit Ex-Weltmeister Viktor Axelsen insbesondere zu Beginn nach Kräften: der Lüdinghauser Max Weißkirchen. Foto: Badminton Europe/Koen Mutton

Zum zweiten Mal binnen 48 Stunden hatte Deutschland bei der Badminton-Mixed-Team-EM in Finnland Titelverteidiger Dänemark am Haken – doch wieder wendete der Rekordchampion und Titelverteidiger die Niederlage im letzten Moment ab. Und wieder hieß es am Ende 2:3 aus Sicht der DBV-Auswahl, die sich nach Silber 2019 diesmal mit Bronze begnügen muss.

Das 1:0 für den Außenseiter hatte das gemischte Doppel Mark Lamsfuß /Isabel Herttrich besorgt. Dann der zweite EM-Einsatz von Max Weißkirchen ( Union Lüdinghausen ), der an den beiden Tagen zuvor, noch geschwächt von einer Covid-19-Erkrankung, pausiert hatte. Bis zum 11:13 in Durchgang eins bot der Deutsche Meister Viktor Axelsen Paroli, dann zeigte der Däne, wieso ihm derzeit niemand das Wasser reichen kann. Weißkirchen trug die vorhersehbare Niederlage mit Fassung: „Ich war, gerade zu Beginn, deutlich besser als in meinem ersten Match am Dienstag gegen den Finnen. Aber Viktor ist halt momentan der beste Spieler der Welt.“

1:1 also, Auftritt Yvonne Li. Die Unionistin hatte bis gestern nicht einen einzigen Satz im Turnier abgegeben, auch nicht im ersten Duell mit Mia Blichfeldt am Mittwoch. Diesmal war es ein zäheres Ringen, das die Weltranglistenzwölfte aus Dänemark nach gut einer Stunde für sich entschied (21:17, 12:21, 21:16).

Das vorzeitige Ende des Traums vom zweiten EM-Gold nach 2013 (WN, 13. Februar)? Nee, Lamsfuß und Marvin Seidel drehten jetzt richtig auf. Sechs Mal waren sie vor Vantaa auf Kim Astrup/Anders Skaarup Rasmussen getroffen, sechs Mal hatten sie den Kürzeren gezogen. Diesmal jedoch ließen sie den im internationalen Ranking knapp vor ihnen platzierten Skandinaviern nicht den Hauch einer Chance (21:19, 21:5). Somit fiel die Entscheidung im abschließenden Doppel, das Herttrich/Kilasu Ostermeyer hauchdünn gegen Maiken Ruergaard/Amalie Magelund verloren.

Zuvor hatte sich in einem wahren Marathon-Match über fast sechs Stunden Frankreich mit 3:2 gegen Russland durchgesetzt. Am Mittwoch, in der Gruppenphase, hatten noch die Osteuropäer mit 4:1 die Oberhand behalten. Das große Finale zwischen Franzosen und Dänen steigt am heutigen Samstag (20. Februar) um 14 Uhr unserer Zeit.

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