Fußball/Leichtathletik: Re-Start
Aufgalopp bei Union Lüdinghausen macht Laune

Lüdinghausen -

Am Samstag kam das Okay der Stadtverwaltung, 48 Stunden später trainierten der Leichtathletik- und der Fußball-Nachwuchs des SC Union Lüdinghausen bereits wieder in kleinen Gruppen am Westfalenring. Auch andernorts rollte am Montag der Ball.

Montag, 08.03.2021, 18:44 Uhr aktualisiert: 10.03.2021, 16:57 Uhr
Halten beim ersten Wiedersehen nach gut vier Monaten mehr Abstand als nötig: die Lüdinghauser Leichtathleten.
Halten beim ersten Wiedersehen nach gut vier Monaten mehr Abstand als nötig: die Lüdinghauser Leichtathleten. Foto: flo

Gut was los am Montagnachmittag auf dem Westfalenring. Vor allem ein reichlich ungewohntes Bild. Schließlich waren auf dem Vereinsgelände des SC Union Lüdinghausen über Monate die Schotten dicht. Jetzt tummelt sich dort, bei einstelligen Temperaturen, eine beträchtliche Zahl junger Menschen. Am Freitag hatte die Staatskanzlei bekanntgegeben, dass ab dem 8. März bis zu 20 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren, angeleitet von maximal zwei Aufsichtspersonen, wieder gemeinsam Sport treiben dürfen. Die Schwarz-Roten lassen sich das nicht zweimal sagen.

„Sonst sind wir bis Ostern in der Halle“, erklärt Leichtathletik-Vorstandsmitglied Martin Dabrowski . Was aus Gründen derzeit nicht möglich ist. Weshalb die Jungs und Mädchen die erstbeste Gelegenheit nutzen, sich im Freien zu betätigen. Schon am Wochenende hätten seine Frau, Abteilungs-Vize Andrea Dabrowski , und er die Zeitmessung gecheckt, die Sprunganlage hergerichtet und, nachdem die Verwaltung ihr Okay gegeben hatte, die Union-WhatsApp-Gruppe reaktiviert. Einwände vonseiten der Eltern oder der Trainer gab es kaum. „Und die Kinder“, lacht Martin Dabrowski, „mussten wir eh nicht fragen.“

Für die sei ja auch bestens gesorgt, betont Andrea Dabrowski: „Unsere Werfer zum Beispiel bekommen jeweils ihr eigenes Sportgerät.“ Auch achte das Aufsichtspersonal darauf, dass sich Leichtathleten und Jungfußballer nicht in die Quere kommen.

In ihrem Element: die F-Jugend-Fußballer des SC Union 08.

In ihrem Element: die F-Jugend-Fußballer des SC Union 08. Foto: flo

Letztere sehen sich, auf dem Kunstrasen ein paar Meter weiter, zum ersten Mal seit gut vier Monaten wieder. Was fast noch wichtiger für die Sechs- und Siebenjährigen sei als das eigentliche Training, finden die beiden F 1-Coaches Frank Fey und Marcel Merg. Stichwort Sozialhygiene. Was auffällt: Läufer wie Balljäger befolgen nicht nur auf dem Weg zu den Anlagen peinlichst genau die Corona-Regeln, sie halten auch beim Sport selbst mehr Abstand als nötig. Denn, so Fußball-Jugendleiter Wolfgang Raabe: „Das Schlimmste aus Sicht der Kinder wäre, wenn die jüngsten Lockerungen wieder kassiert würden.“

Re-Start allerorten

Neben Lüdinghausen und Senden (WN berichteten) haben auch die übrigen Fußball-Klubs am Wochenende beratschlagt, wie und wann sie die Lockerungen umsetzen. In Ottmarsbocholt sei der Nachwuchs am Montag auf den Platz zurückgekehrt, berichtet BWO-Jugendobmann Markus Thiem. Als „relativ kleiner Verein“ sei man in der Lage, das Training entsprechend den NRW-Vorgaben zu steuern.Und wie verhindert man, dass sich 20 Mini-Kicker gleich an Tag eins auf den Ball stürzen? „Indem man die Anwesenden aufteilt, beispielsweise in zwei Zehnergruppen“, schlägt Thomas Witthoff, Jugendleiter des TuS Ascheberg, vor, wo gestern ebenfalls wieder trainiert wurde.Auch im Rosendorf rollte am Montag der Ball. „Wir können ja auf Erfahrungswerte aus dem Vorsommer zurückgreifen“, so Fortuna-Jugendgeschäftsführerin Christel Behmenburg. Das damalige Hygienekonzept sei am Wochenende aktualisiert worden.Beim SV Herbern steht am Dienstag eine Videokonferenz zum Thema an. Jugendleiter Toni Brockmeier geht davon aus, „dass wir Mitte der Woche loslegen“. Um den Nachwuchs besser im Blick zu behalten, wird ausschließlich am Siepenweg trainiert. (flo)

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